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Wanderungen im Pinzgau 20.08. – 02.09.2006
 
Veranstalter: Deutscher Alpenverein, Sektion Flensburg
Tourenführer Gerd Engelke
 
Persönliche Notizen von Peter Erichsen
Wieder einmal mit der Sektion Flensburg in den Alpen
 
 
 
 
 
Nachdem wir 2002 mit der Sektion im Silvrettagebiet gewandert sind, 2004 in den Hohen Tauern und 2005 im Wipptal, soll es dieses Jahr wieder in den Nationalpark Hohe Tauern in Österreich gehen. Dieses Gebiet ist seit Jahren das bevorzugte Urlaubsgebiet von Gerd Engelke. Er kennt sich in hier hervorragend aus, organisierte die Reise und führt die Touren. Zur Vorbereitung wurde die Landschaft in einer Bildershow vorgestellt. Der Gasthof Siggen der Familie Brugger in Neukirchen-Sulzau am Großvenediger ist als Unterkunft vorgeschlagen. Die Interessenten wurden von Gerd mit Ausrüstungsliste, Beschreibung der Anfahrt von Flensburg nach Neukirchen-Sulzau am Eingang des Obersulzbachtals und einer Beschreibung möglicher Bergtouren ausgestattet. Sonntag der 20.08.2006 war Anreisetag. Insgesamt reisten folgende 13 Teilnehmer an:Gerd Andresen, Heike Christiansen, Jutta und Peter Erichsen,
Maria Evers, Herbert Hanno, Madlaine Hildebrandt, Traute Kneller, Barbara Rademacher, Christa und Jürgen Röhr, Günter Schlotfeld, und natürlich Gerd Engelke. Die Teilnehmer wohnten überwiegend im gut geführten Gasthof Siggen bzw. in dem zur Familie gehörenden
nahen Gästehaus, dem so genannten Bauernhaus.
 
Montag, 21.08.2006
 
Zum „Einwandern“ zur Neuen Bamberger Hütte (1.756 m)               
 
Nach der langen Anreise wurde der Start heute auf „humane“ 10:00 Uhr festgelegt. Bis dahin hatten wir uns ausreichend gestärkt am reichhaltigen Frühstücksbüfett – besonders erwähnenswert die Vielfalt frischer Körnerbrötchen. Wir fahren die alte Gerlos-Passstraße zum Eingang des Salzachtals bis zu einer Höhe von 1.380 m hinauf und starten unsere Wanderung aufwärts zum Salzachjoch (1.983 m). Hier, an der Grenze von Tirol und dem Salzburger Land/Pinzgau steht das Markkirchl, eine winzige Kapelle. Ich gehe hinein und trage mich in das ausgelegte Buch ein. In mein Tagebuch drücke ich den Abdruck eines hier ausliegenden Stempels und schieße hier oben meine ersten Fotos. Die 600 Höhenmeter hier herauf haben alle gut überstanden. Nach einer Rast gehen wir auf unproblema­tischem Bergpfad weiter, diesmal 227 Höhenmeter abwärts zur Neuen Bamberger Hütte (1.756 m). Da wir diesen Weg ja auch wieder zurück müssen, kommen wir heute auf rd. 830 bewältigte Höhen­meter sowohl beim Aufstieg wie beim Abstieg. Für den ersten Tag doch schon eine ganz respektable Leistung. Jutta und ich stärken uns bei dieser ersten Hüttenrast mit Kaiserschmarren. Diese Spezialität, die hier sehr gut zubereitet wird, gehört bei uns mindestens einmal zu jedem Bergurlaub dazu. Das Wetter ist so, dass wir alle draußen sitzen. Nach gut einer Stunde frischt es ein wenig auf, und wir machen uns auf den Rückweg, den gleichen Weg, den wir gekommen sind. Da jeder in dem ihm genehmen Tempo geht, zieht sich die Gruppe schon bis zum Salzachjoch merklich auseinander. Es wird daher über das Gehen in einer Gruppe gesprochen. Es wird dabei auch die Sorge laut, dass diejenigen, die zuletzt ankommen, auch die Chance haben müssten, sich zu erholen. Wenn die Gruppe gleich nach ihrem Eintreffen wieder aufbreche, würde man den Langsamen diese Chance nehmen. Die Langsameren verkünden aber, dass sich gar nicht erschöpft seien, weil sie ja langsam gehen konnten. Die Rast wird daher im allseitigen Einvernehmen kurz nach ihrem Eintreffen beendet. Wie der Verlauf der weiteren Tage zeigt, hat das Gespräch wohl doch dazu beigetragen, dass sich die Schnellen ein wenig zurückgehalten und die Langsamen sich ein wenig ’rangehalten haben. Das Gehtempo ist kein Thema mehr. Alle gehen entspannt ihren Weg. Bei den Mahlzeiten geht es in diesem Jahr bei uns im Gasthof Siggen etwas beschaulicher zu als in den Vorjahren, als in der Regel die ganze Gruppe zum Abendessen erschien. Wenn alle hier Einquartierten erscheinen, sind wir 7 Personen. Die anderen sind imHabachtal abgestiegen und kommen nicht jeden Abend herüber. Das trägt sicher auch dazu bei, dass das „Gruppengefühl“ erst langsam wächst.
 
Dienstag, 22.08.2006
 
Im Habachtal zur Moa-Alm (1.400 m)               
 
Der Ernst des Wanderlebens beginnt allmählich. Heute treffen wir uns „bereits“ um 09:30 Uhr im weiter östlich gelegenen Habachtal am Parkplatz gegenüber dem Hotel Grundlhof, wo wir vor zwei Jahren gewohnt haben. Wir starten hier auf einer Höhe von 860 m und wandern auf einer Forststraße bis zur Moa-Alm auf 1.400 m. Manches mal wird neben dem Weg nach besonderen Steinen gesucht. Das Habachtal ist bekannt für sein reichhaltiges Mineralienvorkommen. Wegen der Smaragdfunde soll es einzigartig sein. Auf der Moa-Alm wird die Milch der Kühe gleich zu Mager- oder Butterkäse verarbeitet, jeden Sommer etwa 180 Laib, die zu 95 % Touristen serviert oder verkauft wird. Ein Laib dieses handgemachten Käses wiegt ca. 4 kg; ein Kilo kostet 10 €. Das alles und noch ein wenig mehr erfahren wir von der Sennerin in einem kleinen Vortrag, nachdem wir in der Hütte ein Käsebrot und einen Becher Milch verspeist haben. Wegen der vielen Fliegen ist der Milchbecher mit einem Holzdeckel abgedeckt. Der Käse auf dem Holzbrett ist jeweils mit einem passenden Holz­kästchen geschützt. Dieser „Holzschutz“ wurde von einem „pensionierten Tischler“ speziell für diese Alm und für diesen Zweck hergestellt. Eine gute aber leider auch notwendige Idee. Von dem Käse nehmen wir ein Stück mit für die Jausen der nächsten Tage. Gerd A., Günter und Herbert gehen anschließend noch ein Stück weiter ins Tal hinein, während wir anderen uns direkt auf den Rückweg machen. Um 18 Uhr sind wir wieder bei unseren Autos am Parkplatz. Es ist also noch Zeit, auf der Rückfahrt in Neukirchen ein paar Lebensmittel einzukaufen. Hier noch der Wetterbericht: es war meist bedeckt mit gelegentlichen kurzen und leichten Schauern.
 

 
Mittwoch, 23.08.2006
 
Vom Obersulzbachtal zum Seebachsee (2.100 m)       
 
Heute ist das Treffen noch einmal um ½ Stunde vorverlegt worden. Wir fahren auf der Westseite in „unserem“ Obersulzbachtal bis zum Parkplatz Hopffeldboden (1.100 m) und starten hier unsere Wanderung zum Seebachsee (2.100 m). Bereits nach einer ½ Stunde haben wir auf der Forststraße 200 Höhenmeter unter uns gelassen und den Einstieg zum eigentlichen Aufstieg zum See erreicht. Hier wird es dann auch ein wenig steiler. Wir sind aber alle gut zu Fuß. Wir haben klare Sicht und später sogar Sonnenschein. Kurz vor dem Ziel würden wir an einer kleinen Hütte gern den Getränke­vorrat überprüfen. Die Bewohner sind aber nicht anwesend. Wir treffen sie später bei der Arbeit. Sie stellen einen neuen Zaun auf für ihre Schafe. Um 12 Uhr haben wir den Seebachsee erreicht. Er ist von verhältnismäßig engen steilen Felswänden eingefasst, ist aber doch größer, als wir es aus der Ferne vermutet hatten. Hier wollen wir für eine Stunde rasten und mitgebrachtes Brot verzehren und die Getränke aus unseren Rucksäcken genießen. Wir verkürzen aber einvernehmlich die Rastzeit, weil es hier oben meist schattig und kühl ist. Der Abstieg beginnt schon bald wieder steiler zu werden. Fotos werden in diesem Jahr nicht ganz so viele geschossen; es gibt um diese Jahreszeit verhältnismäßig wenige Blumen. Nach gut 1 ½ Stunden sind wir die rund 600 m zur Berndl-Alm (1.514 m) abgestiegen und genießen bei Sonnenschein den leckeren Apfelstrudel oder das, was sich jeder sonst so ausgesucht hat. Hier ist allerhand los; die Alm ist mit einem Tal-Taxi gut zu erreichen. Wir machen uns aber wieder zu Fuß auf den Weg, diesmal östlich des Obersulzbaches und sind 8 ¼ Stunden nach dem Start, um 17:15 Uhr, wieder am Parkplatz bei unseren Autos. Heute sind wir insgesamt rund 1.000 m auf und wieder abgestiegen. Das war etwas mehr als an den vorangegangenen Tagen, aber problemlos für alle. Wir sind also eine fitte Truppe. Heute Abend ist etwas mehr los bei uns am Tisch im Gasthof Siggen. Die beiden Gerds, Günther und Herbert kommen und essen heute Abend mit bei uns. Sie verabschieden sich auch nicht so bald nach dem Essen, so dass es heute ein richtig netter und heiterer Abend wird.
 
Donnerstag, 24.08.2006
 
Im Untersulzbachtal zur Finkalm (1.378 m)
 
Heute starten wir um 9 Uhr direkt von unserem Quartier aus. Zunächst geht es über Wiesen zum Unteren Sulzbach und dann in seinem Tal steil aufwärts neben einem gewaltigen Wasserfall. Die steilen Felsen an seiner Seite leuchten zum Teil in grellem Zitronengelb, verursacht durch kleine Flechten. Von hier aus können wir „endlich“ auch den Großvenediger sehen. Über Gletscher zu seinem Gipfel zu gehen, ist in unserem Programm nicht vorgesehen. Das ist wohl eine Nr. zu groß für uns. Aber anschauen mögen wir ihn schon. Wie im Wetterbericht angekündigt, bezieht sich der Himmel. Kurz bevor wir die Fink-Alm (1.378 m) um 11:45 Uhr erreichen, entdecken wir junge Murmel­tiere in der Nähe ihres Baus. Unsere „gemischte Brettl-Jause“ mit Schinken und Käse verzehren wir in der für Gäste neu erbauten Hütte. Sie wirkt neben dem urigen Almhaus noch ein wenig fremd. Es regnet leicht. Um 12:30 Uhr gehen wir nach ein paar Fotos wieder zurück. Wir kommen am Schaubergwerk Hochfeld vorbei, begnügen uns aber damit, zwei hier ausgestellte gewaltige Bergkristalle zu bestaunen. Im Tal angekommen, geht es wie am Morgen über die Wiesen zurück ins Quartier. Dann beginnt es wieder zu regnen. Für die Rückkehr haben wir ab Fink-Alm 2 Stunden benötigt. Die Entscheidung, ob wir morgen gemeinsam wandern oder jeder für sich den Tag verplant, wird wegen des unbeständigen Wetters auf Morgen vertagt. Für eine kleine Leckerei am Nachmittag hole ich uns im Haupthaus zwei Stücke Obsttorte. Es bleibt dann sogar noch Zeit für ein kleines Nickerchen. Zum Abendessen haben wir unsere Halbpension „aufgestockt“ und bekommen leckeren Rehbraten serviert. Zum Abendessen heute erscheinen nur Barbara, Heike, Madlaine, Traute, Jutta und ich. Die Damen erheben sich bereits um 19:20 Uhr. Da Christa und Jürgen und die in Gerd Engelkes Stammquartier einquartierten anderen 5 Teilnehmer heute wie meist eine andere Lösung für das Abendessen haben, ist damit das gemeinsame „Abend­programm“ beendet. Das Gruppengefühl bleibt dabei ein wenig auf der Strecke.
 
Freitag, 25.08.2006
 
Durchs Hollersbachtal zum Alpengasthof Edelweiß (1.272 m)
 
Heute lernen wir nach dem Obersulzbachtal, dem Untersulzbachtal und dem Habachtal das nächste Tal in Richtung Osten, das Hollersbachtal kennen. Um 09:45 Uhr starten wir hier vom Parkplatz aus unsere Wanderung, wie bei allen der genannten Täler, zunächst nach Süden auf einem Forstweg. Im vorderen Bereich unserer Wegstrecke ist es wegen Holzarbeiten nicht gestattet, den Weg direkt am Bach zu benutzen. Später können wir diese Arbeiten beobachten. Vom Steilhang auf der gegenüber liegenden Bachseite werden mit Hilfe eines Seils, das über das Bachtal gespannt ist, Fichtenbäume herüber transportiert. Die Bäume sind wohl größtenteils durch Sturm umgeworfen worden, andere werden zusätzlich gefällt. Später sehen wir am Wege das riesige Spezialfahrzeug, das das Spann-Seil auf „unserer“ Bachseite hält und das Transport-Seil lenkt. Insbesondere die Bergung der Bäume am Steilhang dürfte eine gefährliche Knochenarbeit sein. Später sehen wir eine – äußerlich einem Bagger ähnliche - Maschine, die mit einem besonderen vielseitigen Gerät am Auslegerarm abgelegte Bäume aufnimmt, gleich die Äste entfernt und den Stamm in vorge­gebene Längen schneidet. Ein faszinierendes Schauspiel. Später können wir dann doch für einen begrenzten Abschnitt einen Weg direkt am Bach nutzen. So ein Weg direkt am Wasser hat immer einen besonderen Reiz. Bereits um 12:10 Uhr sind wir am „Alpengasthof Edelweiß“ (1.272 m). Das Haus wirkt nicht ganz so urig wie Almwirtschaften, trotzdem bekommen wir auch hier frische Buttermilch und Joghurt mit frischen Früchten. Nach 1 Stunde Rast machen wir uns auf den Rückweg, schauen noch einmal den Arbeiten mit und an den Bäumen zu und kommen über den Alm- bzw. Forstweg um 15 Uhr zurück zum Parkplatz.
 
 
 
 
Samstag, 26.08.2006
 
Vom Stubachtal/Enzingerboden (1.380 m) mit der Gondel zur Rudolfshütte (2.315 m), feuchter Abstieg       
 
Der Wetterbericht hat uns nicht ermutigt, eine große Tour zu planen. Auch der Blick aus dem Fenster verspricht keinen Sonnenschein. Aber manchmal sieht es über den Wolken ja aber ganz anders aus. Wir treffen uns um 8:30 Uhr und fahren etwas über Mittersill hinaus in Richtung Zell am See und bei Uttendorf ins Stubachtal hinein bis zum Enzingerboden (1.380 m). Von hier geht es mit der Gondel aufwärts bis zur Bergstation an der Rudolfshütte (2.315 m) am Weißsee. Der riesige Baukörper der „Hütte“ hat keinen typischen Hüttencharakter, sondern den eines normalen Hotels. Dieser einsame Baukörper wirkt nach meinem Empfinden unpassend hier oben. Im Prospekt heißt es: „ In der Weißsee Gletscherwelt offen­bart sich eine hochalpine Ferienwelt, die zu unvergesslichen Touren für jung und alt lädt. Farben­prächtige Flora und Fauna begleitet den Wanderer bei seinem Ausflug in den Nationalpark Hohe Tauern.“ Das Wetter lässt es leider nicht zu, dass wir an dieser Offenbarung teilhaben können. Wir haben zwar eine klare Sicht bis an die nahen Felswände, der Blick nach oben auf Bergspitzen und Gletscher ist aber durch Wolken versperrt. Und für die Farbenpracht der Alpen­blumen haben wir einfach nicht die richtige Jahreszeit gewählt. Bei diesen widrigen Bedingungen beschließen wir abzusteigen. Beginnender Nieselregen schafft es, uns einen Teil des Vergnügens zu nehmen. An der Mittelstation der Bergbahn mit dem Gasthaus Grünsee (1.740 m) machen wir Rast. Hier gibt es auch Germknödel, der sonst nirgendwo im Angebot war. Ich greife zu und bin wieder mal begeistert von dieser Mehlspeise. Der weitere Weg abwärts führt größtenteils über eine recht steile Schotterstraße, die im Winter wohl als Skipiste dient. Meine Knie mögen das gar nicht so gern. An der Talstation werden die Meinungen zum morgigen Programm ausgetauscht. Ein „freier“ Tag am Sonntag hat für mich nicht die 1. Priorität, auch weil am Sonntag Geschäfte selbst in Touristenhochburgen überwiegend geschlossen sind. Für andere wiederum ist es wichtig, nicht zu weit zu fahren. Die Entscheidung soll am Abend nach dem Wetterbericht oder am nächsten Morgen fallen.
 
Sonntag, 27.08.2006
 
Aufwärts mit der Wildkogelbahn (2.100 m), abwärts über die Baumgarten-Alm und durch das Mühlbachtal
 
Es wird uns kein strahlender Sonnentag versprochen. Der Großteil der Gruppe trifft sich aber um 09:30 Uhr in Neukirchen an der Wildkogelbahn und fährt zur Endstation auf 2.100 m. Der Wildkogel wird nicht als Herausforderung angesehen; wir lassen ihn rechts liegen und verbleiben auf dem Weg davor und haben unseren ersten Halt an der Ganser-Alm (1.900 m). Der Kessel für die Käsezubereitung ist schon auf eine etwas tiefer liegende Alm gebracht worden.
Dort beginnt die Sommersaison für das Vieh im Juni und endet dort im September. In den Monaten Juli und August ist es dann hier oben. Dann wird der Käse auch hier oben in einer 450 Jahre Hütte gemacht, deren Wände hauptsächlich aus aufgeschichteten Steinen bestehen. Einen Schornstein haben diese Hütten nicht, der Rauch vom Holzfeuer zieht durch das Dach ab. Das Holz muss vom Tal her heraufgeschafft werden. Auf dieser Höhe wächst keines. In der hier oben in den letzten Jahren neu erbauten Hütte lässt uns die Bäuerin ihren Käse probieren. Hier wird der „Pinzgauer“ als halbfetter Käse (½ Vollmilch, ½ entrahmte Milch), Butterkäse (100 % Vollmilch) und auch Ziegenkäse produziert. Der Pinzgauer ist hier entschieden würziger als auf der Moa-Alm, beim Ziegenkäse schmeckt man den typischen Geschmack nach Ziege nicht heraus, er schmeckt uns aber trotzdem. Wir bestellen einen ganzen Laib Ziegenkäse, 2 Kilo Pinzgauer und ½ Kilo Butterkäse. Der Käse wird am Abend vor unserer Abfahrt zu unserem Hotel gebracht. Wir finden, das ist ein schönes Souvenir aus unserem Urlaub, von dem wir anderen dann als Mitbringsel etwas abgeben werden. Auf unserem weiteren Weg beginnt es für ½ Stunde leicht zu regnen. Wir kommen dann über Hänge mit vielfältigen Kiefern/Zirben- und Lärchenbeständen. Trotz der tief hängenden Wolken wirkt es wie eine Parklandschaft. Die Baumgarten-Alm (1.402 m) trägt einen Namen, der ihre Lage in einem „Baumgarten“ sehr gut beschreibt. Auf dieser Alm werden wir vom „Chef“ alle einzeln mit Handschlag begrüßt. Wir machen hier unsere Mittagsrast. Hier wird auch eine Käserei betrieben. Wir erhalten leckere Buttermilch, die irgendwie auch ein wenig nach Käse schmeckt. Der Kuchen mit reichlich Heidelbeeren, die zurzeit reif sind, schmeckt hier besonders lecker. Verabschiedet werden wir mit einem Obstler, wohl auch aus eigener Produktion. Es geht dann an einer “Mini-Kapelle“ vorbei durch das Mühlbachtal sanft und stetig abwärts.
Zunächst läuft der Bach noch fast auf gleicher Höhe wie unser Weg, später hat er sich im Laufe der Zeit ein tiefes Bett in das teilweise recht poröse Gestein geschnitten. Endstation der Wanderung ist der Talort Mühlbach. Ich gehe davon aus, dass er – ähnlich wie Neukirchen – auf einer Höhe von 860 m liegt. Dann sind wir heute 1.240 Höhenmeter abgestiegen. Von hier aus fahren wir mit dem Bus nach Neukirchen zurück zu unseren Autos und stellen fest, dass das Wetter gar nicht so schlecht war, wie man nach dem Wetterbericht hatte befürchten müssen. Wir hatten glücklicherweise nur zwei leichte Schauer.
 
 
 
 
Montag, 28.08.2006
 
Von Neukirchen zur Wildalm (1.694 m) und mit reichlich Pilzen zurück               
 
Zur heutigen Wanderung treffen sich 8 Wanderer an den Tennisplätzen in Neukirchen. Drei sind – trotz des langen Anfahrtsweges – nach Kitzbühel gefahren, zwei andere hatten wieder anderes vor. Wir gehen über eine kontinuierlich ansteigende Forststraße zur Wildalm (1.694 m) rund 840 m aufwärts. Für den Weg benötigen wir 2 ½ Stunden, eine gute Zeit. Die Forststraße ist recht eintönig (wäre aber auch bei schlechterem Wetter gut zu gehen gewesen), umso mehr überrascht sind wir von der Alm, zumal wir nicht sicher waren, dass sie überhaupt bewirtschaftet ist. Hier oben ist alles liebevoll dekoriert. Die Wirtin erzählt, dass sie das Gärtnerhandwerk gelernt habe. Davon profitieren jetzt die Alm und ihre Gäste. Darüber hinaus sitzt man vor der Alm wie auf einem Balkon hoch über dem Tal und hat auch dank des klaren trockenen Wetters einen weiten Blick über das Salzachtal. Der Weg hier herauf hat sich also doch gelohnt. Im Gegensatz zu einer Gruppe etwas älterer Herren aus dem Rheinland, hatte ich eine alte Bergsteigerregel verletzt und mir keine trockene Wäsche mitge­nommen. Trotz Funktionswäsche und –hemd wird mir in meiner Goretexjacke allmählich kalt. Drinnen in der Hütte, in der ein großer Herd Wärme spendete, taue ich allmählich wieder auf. Auf dieser Alm war Buttermilch nicht zu haben, dafür Ziegenmilch. Auch die schmeckt uns gut. „Die Ziege“ schmecken wir gar nicht. Wir hätten sie für normale Vollmilch gehalten. Wir bekommen von der Wirtin, die von ihrer eifrigen Tochter unterstützt wird, einen Enzian spendiert. Andere lässt sie von einem selbst gemachten fruchtigen Likör probieren. Wir staunen über ihr vielfältiges Angebot und sind angetan von der freundlichen Atmosphäre hier oben. Nach 2 Stunden beginnen wir den Abstieg. Die Rast hatte sich verlängert, weil ein Teil der Gruppe noch nachgeschaut hatte, was sich hinter dem Berg verbirgt. Um nicht nur auf der Forststraße bzw. Almzufahrt zu gehen, nehmen wir eine kleine – aber auch markierte – Abkürzung. Barbara und Jutta sammeln fleißig Hallimasch und Steinpilze, die gleich vor Ort geputzt werden. Barbara schätzt, dass es 1 ½ kg sind. „Zu Haus“ im Gasthof verspeisen wir sie mit Knödel zum Abendessen. Übrigens, es hat heute trotz der schlechten Wetterprognose nicht geregnet.
 
 
 
Dienstag, 29.08.2006
 
Tag zur freien Verfügung, für uns Heimatmuseum Bramberg und Besuch in Kitzbühel
 
Heute ist nun der schon mehrfach angesprochene Ruhetag bzw. Tag zur freien Verfügung. Jutta und ich fahren zunächst ins Heimatmuseum nach Bramberg. Wir staunen über die Vielfalt der Mineralien, die hier in der Umgebung gefunden wurden und jetzt hier ausgestellt sind. Darüber hinaus wird ein Einblick in die Geschichte und über Brauchtum in der Umgebung gegeben. Wir hatten nicht gedacht, dass die Ausstellung im Haupthaus und einigen Nebengebäuden so groß sein würde. Nach gut 2 Stunden machen wir uns auf den Weg nach Kitzbühel. Der Ort ist voller Touristen. Es erstaunt uns, dass trotzdem so viele Geschäfte mittags geschlossen haben. Die Hauptgeschäftsstraßen gefallen uns gut. Die Fassaden sind nicht überladen mit „Lüftl-Malerei“, sondern vielfach in klaren freundlichen und kräftigen Farben gestrichen; keine Beton- oder Stahl- und Glasbauten. Wir bummeln ein wenig, und ich finde eine gesuchte Fotozeitschrift. Wir gehen in ein gutes Café und erkennen, dass bei den Damen lange Stiefel offensichtlich der Renner der Saison sind. Um 17 Uhr sind wir zurück in unserem Quartier. Zum Abendessen kommen heute auch Gerd A. und Herbert. Sie waren heute auf den 12er-Kogel gewandert. Die Damen waren vom Quartier aus zu Fuß bis zu den Krimmler Wasserfällen gewandert. Christa und Jürgen waren bis hierher mit dem Auto gefahren und dann gewandert: aufwärts neben den Wasser­fällen und ins Krimmler Achental hinein bis zum Tauernhaus. Auf dem Rückweg hatte sie dann doch noch ein Taxi aufgenommen, so dass ihnen der steile Abstieg neben den Wasserfällen erspart blieb. Auch Günter hatte als Ziel die Wasserfälle. Maria und Gerd E. hatten das gleiche Programm wie wir, nur in umgekehrter Reihenfolge. Sie kommen nach dem Abendessen in den Gasthof Siggen. Als Plan für morgen wird verkündet: Auf zur St. Pöltner-Hütte!
 
Mittwoch, 30.08.2006
 
Wegen Regen keine Bergtour, aber Spaziergang am Hintersee und herrliches Faulenzen
 
Über Nacht hat es geregnet und in über 1.500 m Höhe geschneit. Die Wolken hängen tief. Trotzdem treffen wir uns um 8:30 Uhr. In Mittersill geht es ins Felberntal und noch vor dem Felbertauern-Tunnel rechts ab und aufwärts zum Hintersee (1.300 m). Hier erkennen wir endgültig, dass ein Aufstieg bei den gegenwärtigen Wetterbedingungen nicht sinnvoll ist und verzichten auf ein gemeinsames Tagesprogramm. Obwohl es regnet, meinen wir doch, uns ein wenig bewegen zu sollen, gehen ein Stück am Seeende entlang und dann zur Jausenstation Gamsblickhütte. Trotz des Regens finden wir es hier schön. In der Hütte genießen wir heiße Schokolade und ich auch noch ein Stück Heidelbeerkuchen. Auf der nahen Alm soll heute Schafschur sein. Wir dürfen uns im Stall umsehen. Die Schafe haben anders als bei uns üblich ein fast glattes ein wenig seidig schimmerndes Fell, das zweimal jährlich geschoren wird. Heute ist der Scherer aber noch nicht da. Wir fahren wieder abwärts und statten dem Schloss Mittersill einen Besuch ab. Ich verbringe den Nachmittag in unserem Zimmer mit dem Lesen des Flensburger Tageblattes, das wir uns nachschicken lassen, und mit einem Mittagsschlaf. Jutta geht 1 ½ Stunden spazieren.
 
 
Donnerstag, 31.08.2006
 
Wanderung zur Steineralm (1.650 m) und ein wenig mehr
 
Offensichtlich hat sich das Wetter über Nacht gebessert. Sogar die Sonne zeigt sich gelegentlich. Die Bergspitzen sind aber noch weiß. Wir treffen uns am Parkplatz am nördlichen Ortsrand von Neukirchen. Hier werden umfangreiche Arbeiten durchgeführt, um den Dürnbach auch bei größeren Wassermengen und zusätzlicher Fracht bei Lawinen- oder Murenabgängen bändigen zu können. Zunächst geht es am Bach entlang, dann am Wiesenrand mit herrlichem Blick in die gegenüber liegenden Täler mit „unserem“ Gasthof Siggen und dann steil bergauf durch den Dürnbachwald. Unser Ziel ist die Steiner-Alm (1.650 m). Vor zwei Jahren, in der Jahreszeit aber 4 Wochen früher, blühten rundum Orchideen, das gefleckte Knabenkraut. Jetzt entdecken wir keine – es ist nicht die richtige Jahreszeit dafür. In zwei Tagen fahren wir wieder nach Hause. Wir haben also schon die Abschiedsphase erreicht. Darum halten wir es auch für angemessen, zum Abschied noch einmal Kaiserschmarrn zu essen, der uns auch hier gut schmeckt. Danach fühlen wir uns weiterhin kräftig genug, den hier verlaufenden Almweg noch ein Stück weiter hinauf zu gehen. Gerd A., Herbert und diesmal auch Heike entwickeln noch mehr Lust aufs Abenteuer und haben sich schon etwas früher auf den Weg gemacht, um noch auf den Steinkogel zu steigen. Wir beenden unseren Weg dort, wo der Wanderweg zum Steinkogel auf einer Almwiese weitergeht. Durch den Schnee, der gerade wegschmilzt, ist der Weg dort sehr nass. Das möchten wir uns ersparen. Die genannten Drei haben den Aufstieg geschafft und sich darüber gefreut. Ihre nassen Füße haben sie „billigend in Kauf genommen“. Sie haben damit weder sich noch anderen geschadet. Na denn! Wir Zaghafteren (einige behaupten: „Vernünftigeren“) kehren nach einigen Fotos um und erfreuen uns am Wolkenspiel, das dann auch noch den Blick auf den Großvenediger freigibt. Auf dem Rückweg kehren wir noch einmal auf einen Kaffee auf der Steiner-Alm ein, und dann geht es auf dem bekannten steilen Weg durch den Wald wieder abwärts. Um 16:45 Uhr sind wir wieder am Parkplatz. Auch die Arbeiter an den Wasser­bauwerken haben gerade Feierabend. Jutta und ich fahren auf der Trasse, die im Winter Rodelbahn ist, nach Neukirchen und kommen daher in sehr schöne Ortsteile mit netten Geschäften, bis zu denen wir bisher noch gar nicht vorgedrungen waren. Hier kaufen wir für Gerd Engelke eine besondere Flasche, in deren Außenwand zwei Schnapsgläser hineingesetzt werden können. Diese Gläser sind wiederum mit gläsernen Marillen verziert. Die Flasche haben wir dann auch noch mit Marillenschnaps füllen und das ganze als Geschenk nett verpacken lassen. Wir meinen, ein nettes passendes Dankeschön der Gruppe. Auf der Fahrt zu unserem Quartier sehen wir fast überall Bauern, die dabei sind, ihre Wiesen zu mähen. Alle haben wohl auf diesen Wetterumschwung gewartet. Unsere Wirtin meint, im gesamten Pinzgau werde gemäht.
 

 
Freitag, 01.09.2006
 
Endlich die ersehnte Bergtour zur St. Pöltner Hütte (2.481 m) und der unvermeidbare Abschiedsabend
 
Heute Morgen liegt Raureif auf den Wiesen. Die Luft ist klar aber frisch. Es sind 4 ° C bei blauem Himmel. Um 8:30 Uhr treffen wir uns zum zweiten Mal zur Fahrt zum Hintersee. Um 9:10 Uhr starten wir dort am Parkplatz (1.300 m) unsere Wanderung zur St. Pöltner Hütte (2.481 m). Auf Bergpfaden geht es ziemlich steil bergan. Bevor wir zum letzten Bergmassiv mit der Hütte kommen, führt der Weg noch einmal rund 150 m abwärts. Hier queren wir mit Hilfe einer Brücke einen Bach, und danach geht es weiter steil bergan, hier vermehrt auch über Schnee, der in den letzten Tagen zum Teil kniehoch gefallen ist. Glücklicherweise sind wir nicht die ersten, die diesen Weg gehen. Daher können wir die Trittspuren unserer Vorgänger nutzen und brauchen keine frische Spur im lockeren Schnee zu treten. Die letzte Rast während des Aufstiegs machen wir kurz vor der Hütte. Ich muss zugeben, dass mir das letzte kurze aber steile Stück über Alt- und Neuschnee schwer gefallen ist. Hatte ich zu wenig getrunken? Haben wir zu spät gerastet? Bis hierher ging es doch recht gut. Allein an der Höhe wird es aber wohl nicht gelegen haben. Nach den erforderlichen Fotos, einschließlich dem „offiziellen Gruppenfoto“ am Gipfelkreuz nahe der Hütte, sind wir um 13:45 Uhr nach 4:35 Stunden an der St. Pöltener Hütte. Hier treffen sich etliche Wanderer. Nach Wochen schlechten Wetters ist – lt. Hüttenwirt – erstmals wieder etwas los. Er bewältigt freundlich und umsichtig den Ansturm ganz allein. Nach ½ Stunde kommt, wie von ihm angekündigt, die Suppe mit dem „frisch gemachten“ Tiroler Speckknödel. Das Warten hat sich gelohnt und war zu ertragen, weil die Getränke vorher kamen und wir ja auch etwas zu essen im Rucksack haben. Um 15 Uhr ist der Himmel immer noch blau und bleibt es während der gesamten Wanderzeit. Die kleinen Wölkchen, die erscheinen, dienen nur der Dekoration. Jutta meldet sich ca. 15 Minuten vor dem allgemeinen Aufbruch ab. Sie will zur Schonung ihres Knies ihr Tempo gehen. Als ich mit der Gruppe aufbreche, fotografiere ich noch den kleinen Glockenturm, der zum Gedenken an Opfer eines Flugzeugabsturzes errichtet wurde. Später gehe ich mit Günter auch etwas vor, um mit Jutta zu gehen, hole sie aber erst ein, nachdem fast der ganze Abstieg geschafft ist. Um 18 Uhr sind wir – fast alle gleichzeitig, zufrieden und dankbar für diesen wunderschönen Tag - wieder am Parkplatz.
Der Glockenturm an der St. Pöltener Hütte hat uns daran erinnert, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man nach einer Tour immer gesund nach Haus zurückkehrt. Ich bin dankbar dafür, dass wir auch diese Tour und den gesamten Urlaub in guter Verfassung haben machen können.
Zum letzten Abendessen trifft sich heute die gesamte Gruppe im Gasthof Siggen. Nach dem Essen danke ich Gerd Engelke im Namen der Gruppe für seine Bereitschaft, uns auch in diesem Jahr einen Teil des ihm so gut bekannten Urlaubsgebietes zu zeigen. Auch wenn das Wetter nicht immer so war, wie wir es uns gewünscht hätten, haben wir doch jeden Tag etwas unternommen. Lediglich die „angedachten“ größeren Touren mit einer oder zwei Hüttenübernachtungen konnten wir nicht gehen. Das Wetter hatte uns aber die Stimmung nicht verdorben. Dem Gemeinschaftsgefühl hätte es sicher gut getan, wenn alle - oder mindestens doch fast alle - etwas dichter zusammen untergebracht gewesen wären, so dass man abends öfter die Gelegenheit gehabt hätte, etwas mehr zusammen zu sitzen. Jeder konnte sich weitgehend frei entfalten. Wer etwas mehr leisten wollte, schob noch eine Extratour ein, wer weniger oder etwas anderes wollte, konnte sich auch diesen Wunsch erfüllen.
 
 
 
Nach meinem Gefühl sind auch in diesem Jahr
- mal wieder im Pinzgau mit dem Nationalpark Hohe Tauern -
die Tage mit den Mitglieder der Sektion Flensburg im Deutschen Alpenverein
harmonisch verlaufen.
Herzlichen Dank dafür an Gerd Engelke und an alle Teilnehmer.
 
 

 
 

 
 
Samstag, 02.09.2006
 
Heimfahrt
 
Die Mehrzahl der Teilnehmer reist ab. Wir besuchen nach einer Stippvisite im Schwarzwald noch kurz unsere Kinder und sind am Sonntagabend auch froh, wieder zu Hause in den eigenen vier Wänden zu sein.
 
 
Peter Erichsen
 
 
 
 
 
 
Besichtigung des Hamburger Hafen

  Dieser Krahn holt die Container von den Zügen.
 

  Der Mann der alles - wirklich alles - über den Hamburger Hafen weiss .
  Herr Höfer
 

  Schaltzentrale für den vollautomatischen Containerbahnhof.
 

 
  Kirche St. Gertrud in Altenwerder
 
  Einst ein Dorf mit 2500 Einwohnern steht heute nur noch die Kirche
  St. Gertrud. Inmitten von Containern und der Autobahn A7.
  Und obwohl diese Kirche keine eigene Gemeinde mehr hat, finden dort
  immer noch 2 mal im Monat Gottesdienste statt.

  Sogenannte Vancarrier bringen die Container zu den Schiffen.
 

  Noch größere Krähne be- und entladen die Schiffe.
 
 

  Ohne Computer läuft gar nichts !
 

 

 
Wander- und Kletterwochenende im Harz
 
„Ein Angebot auch für Wanderer der Sektion“
Von 24. bis 28. Mai 2006 verbrachten 16 Teilnehmer der Sektion Flensburg ein gemeinsames Wander- bzw. Kletterwochenende im Harz. Als Unterkunft stellte uns die Sektion Hildesheim ihre Marlepartushütte (eine Selbstversorgerhütte mit sehr guter Ausstattung) zur Verfügung. Für unser leibliches wohl am Abend sorgte der Hüttenwirt der Ski-Hütte Hochmoorbaude des Skiclubs Hildesheim mit schmackhafter Hausmannskost.
„Wo erhält man noch heute ein drei Gänge Essen satt für 5,50 € pro Person„?
Schon am Anreisetag zogen Regenschauer und Windböen über die Gipfel des Harzes. Auch der Morgen des 25. Mai begrüßte uns mit Regenschauern. Wir nutzten die Zeit um in lockerer Runde die sichere Handhabung der mitgebrachten Ausrüstung weiter zu vertiefen. Um 12.00 Uhr fuhren wir zur Besichtigung der 60 Meter hohen
Marienwand in das Okertal.
 
 
 
 
 
Hier überraschten uns die Wetterverhältnisse. Kein Regen und leichter Wind sorgten für einen trockenen Fels. Welch eine Freude,
die Felswand gehörte sofort uns. Kleinere Haut-abschürfungen wurden mit einemLachen quittiert. Mancher Teilnehmer kletterte
zum ersten Mal an einer richtigen Felswand. Die Zeit verging viel zu schnell und wir mussten zurück zur Hütte. Auch der Freitag
begrüßte uns mit Regen, wovon wir uns aber nicht entmutigen ließen. Im Okertal hielten die Harzgeister für uns die schönen Seiten
der Natur bereit. Bei überwiegendem Sonnenschein verbrachten alle einen wunderbaren aber anstrengenden Tag. Auf der Hütte
wurden das am Tag erlebte bei einem Glas Rotwein und durch die Bilder der Digitalkamera immer wieder zum Thema. Für den
Sonnabend hatten wir uns die Adlerklippen zum Klettern ausgesucht. Die Anfahrt ging bis zu dem Ort Oker, von wo wir
ca. 20 Minuten entlang der Oker mit der kompletten Kletterausrüstung aufsteigen mussten. Die Mühe hatte sich gelohnt,
wir fanden gut zu kletternde Felsspitzen der Schwierigkeitsgrade vier bis acht vor. Nachdem Klaus Lund, Detlef Konrad und
Gerd Engelke verschiedene Routen eingerichtet hatten, konnte der Spaß erneut beginnen. So mancher hatte ein flaues Gefühl
in der Magengegend, als er zum ersten Mal an einer ca. 26 Meter Senkrechte Wand abseilte. Da verschiedene Schwierigkeitsgrade eingerichtet waren, konnte jeder seinem Leistungsvermögen entsprechend sein Vergnügen finden.
 

Bei einigen machten sich die vergangenen Tage bemerkbar und so mancher unbekannte Muskel meldete sich. Doch das Erlebnis eine Felswand zu bezwingen war stärker. Alle Teilnehmer fanden diese Tage super und möchten, dass dieses Angebot auch weiterhin im Veranstaltungskalender der Sektion aufgenommen wird.
 
Gerd Engelke
 
 
 
 
                                          
DAV-Wandergruppe Sektion Ebingen
 
aus dem Flensburger Tageblatt ...
„Schreiben der DAV-Sektion Ebingen vom 05.06.2006“
Hallo Gerd Engelke
Herzlichen Dank für den Zeitungsbericht. Er ist gut geworden und wir haben ihn gleich an die Sektion verteilt.
Euch allen noch einmal recht herzlichen Dank für den unvergesslichen Empfang und die tolle Wanderbegleitung am letzten Tag. Es war sehr informativ und kurzweilig mit Euerer Truppe und Horst hat uns alles bestens gezeigt und erklärt. Meine Einladung an Euch möchte ich hiermit nochmals wiederholen.
Eine Woche in unserer Selbstversorgerhütte „Ebinger Haus“ im Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen wird Euch sicher gefallen. Mit Klettern, Radfahren und Ausflügen zum Bodensee, auf den Säntis oder ins Allgäu, sowie für die Damen eine Schnäppchen-Einkaufstour zu unseren Textilfabriken und vielem mehr lassen sich die Tage gut ausfüllen.
Für Horst schlagen wir auch mal die Begehung des Schwäbischen-Alb-Rand-Wanderweges vor; 570 km, die sich lohnen.
Alles Gute und herzliche Grüße an alle Flensburger Bergfreunde
Eberhard Hauber
 
Anmerkung: Die Sektion Flensburg wird diese Einladung in ihrem Veranstaltungsprogramm aufnehmen und zu gegebener Zeit anbieten.
 
 
 
 
 
 
 
Tag der Vereine in Kappeln
 

Der Anhänger wird ganz schnell zum Infostand
 
 

Konrad Scholz in Aktion
 
 

Erst mal alle Teile zurecht legen und verschrauben
 

Mit vereinten Kräften aufstellen
 

Klettergriffe anschrauben
 

Dann die Platten befestigen
 

Fixieren
 

Belastungstest ! ;-)
 
 
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