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Kletter-Event Fun-Cup in Hamburg am 08.11.08
 
 
 
 
Es war ein tolles Event. Ein Fun-Cup, ein Wettkampf für Alle. Eben nicht nur die Spitzenkletterer der Region, sondern auch Neueinsteiger und Fortgeschrittene, die mal Wettkampfatmosphäre schnuppern wollten. Unsere Sektion war diesmal mit 12 gut gelaunten Kletterern dabei. Nach dem einchecken und Übergabe des eigens für das Event entworfenen T-Shirts (war im Eintritt enthalten) ging es los ins Getümmel.
 
 
 
 
 
 
 
In der neuen Halle waren, die für den Fun-Cup neu geschraubten Routen. Für Toprope-, oder Vorstiegsrouten, aber auch Boulderrouten gab es unterschiedliche Punkte je nach Schwierigkeitsgrad, zwischen 15 und 260 Punkte. Jeder der eine Route geschafft hatte, liess sich seine Punkte bei Susanne notieren.
 
 
 
 
 
Für Essen und Trinken wurde seitens des DAV-Kletterzentrum gesorgt.
Neben Obst, belegten Brötchen und Getränken konnte man auch zwischen zwei Suppen wählen. Die vielen Helfer der Hamburger Sektion haben da hervorragende Arbeit geleistet.
 
Nach der Stärkungspause ging es wieder an die Wände um  Kletterpunkte zu  sammeln. Gegen 17 Uhr war die Qualifikation beendet und die Punktezettel wurden abgegeben. Auf der Homepage www.kletterzentrum-hamburg.de kann man sehen auf welchen Plätzen wir gelandet sind.
 
Auch wenn es nicht auf`s Treppchen langte, werden wir mit Sicherheit im nächsten Jahr wieder dabei sein .
 
Reinhard Schaade  
 
 
Kanutour am 09.08.2008
 
 
 
 
 
Eine Kanufahrt auf der Loiter-, später Füsinger Au haben Reinhard Schaade und Rosi Gerlich am Samstag, dem 9. August, organisiert. Mit sieben Booten eines Vermieters und in Zweier- oder auch Vierer-Gruppen stiegen wir nördlich von Loit in die Au. Am vorangegangenen Donnerstag waren heftige Regen- und in Angeln sogar Hagelschauer niedergegangen. Dementsprechend viel Wasser wurde durch dieses „hübsche, kleine Bächlein“ abgeführt. Weiden und Erlen hingen schräg über den anfangs 3 – 4 Meter breiten Bach – da wurde Ausweichen und Gegensteuern „geübt“. Bloß keine hektischen Bewegungen – Günter steuerte von der Rückbank aus die beiden wackelnden Frauen Rosi und Barbara.
 
 
 
 
 
 
 
Aber je breiter der Bach wurde, umso mehr kam Routine auf, und wir begannen, links und rechts die verschiedenen Landschaftsformen zu genießen. Herrlich, dieses Dahingleiten! Meist waren es hügelige Viehweiden, kleine Bruchwäldchen oder schöne, alte Pappelbestände. Gefahrenpunkte mit quer liegenden Bäumen wurden von Vorausfahrenden entweder gewarnt oder weggeräumt. Dabei ging ein Männerboot (einfach kopflastig!!) baden – wegen eines Kindes keine so ungefährliche Aktion. Glücklicherweise kam die Pause bei Scholderup. Die Zäune wurden mit nassen Klamotten dekoriert, die Reserve aus den blauen Tonnen angezogen und mit vielen dummen Bemerkungen gepicknickt.
 
 
 
Andere Kanuten waren auch unterwegs, das Wetter war eben gut und sonnig mit mildem Wind aus West. Bald ging’s weiter, mal ließ man sich treiben und steuerte. Erst Bruchwälder, dann reizvolle Wiesen und später Reet links und rechts. Die Füsinger Au wurde breiter, Wellen kamen auf, und ich meinte schon die Nordsee zu riechen. Einige Straßenunterführungen, breite rauschende Reetränder, ein Holzsteg, eine Biegung und die Schlei lag vor uns. Kabbliges Wasser, Wellen von rechts, die anderen hatten uns schon längst überholt. Das Boot war vollgelaufen, und drei Männer und ein Kind hatten nun keine trockene Reservekleidung mehr. Auch wir kämpften gegen die Wellen und wurden immer wieder an’s Schilfufer gedrückt. Aussteigen, nasse Schuhe und Schieben. So kamen alle mehr oder weniger nass aber heil in Winningmay an. Da stand so mancher in Unterhose im Wind und spielte Wäscheleine.
 
Bei einer späteren Kaffee- und Kuchenpause gab es viel Gesprächsstoff. Eine rundum tolle Tour. Der Veranstalter brachte alle zum Loiter Parkplatz zurück. Eine solch schöne Tour kann gerne wiederholt werden.
 
Barbara Rademacher
 
 
 
 
 
 
 
 
Wattwanderung von Föhr nach Amrum am 07.09.2008
 
Von den 24 angemeldeten Teilnehmern befanden sich 18 Teilnehmer stark genug, die Wanderung auch anzutreten.
 
Um 08:15 Uhr, pünktlich, starten wir, um vor dem Start des Marathonlaufs YOUMM Flensburg noch verlassen zu können. Unser erstes Ziel ist der Inselparkplatz in Dagebüll, wo wir mit dem Wattenführer Boy Boysen verabredet sind.
 
09:45 Uhr: Abfahrt. Die Fähre bringt uns bei gutem Wetter nach Wyk und dann der Bus nach Dunsum zum Parkplatz am Deich.
 
 
 
Wandergruppe im trockenen Zustand
Von links: Peter, Christina, Gerd, Christel, Jutta, Rosi, Maria, Marianne, Anka, Silvia, Elisabeth, Antje, Gerd, Günter, Sigrid, Heike, Harm, Boy Boysen und Anne
 
11:20 Uhr: Wir steigen ins Watt ein, erreichen eine große Sandbank, die parallel zum Föhrer Deich verläuft. Unterwegs greift der Wattenführer in die große Kiste seines Fachwissens, erklärt uns den Wattwurm und seine Mitbewohner anschaulich und interessant.
 
 
 
                                    Boy Boysen erklärt den Wattwurm, die Mienen signalisieren das Verhältnis zum Wurm
 
13:00 Uhr: Jetzt kommt die Härteprüfung der Tour. Zwei tiefe Priele müssen durchquert werden. Die Wasserstandsvorhersage spricht von 40 cm höherem Wasserstand. Der Wattenführer lässt die Hose bis auf die Badehose fallen, zieht den Rucksack hoch. Wir ahnen, für die körperlich Kleinen kann es auch ein Vollbad werden. Dann geht es los, langsam, nur nicht rutschen, hoffentlich überrascht mich keine tiefe Stelle im Priel, und dann, dran bleiben am Wattenführer. Meine Wasserstandsanzeige liegt in der Nähe des Bauchnabels.
 
Alle kommen gut durch. Dann, kurze Zeit später, Priel Nr. 2, nicht so tief, dafür aber viel mehr Strömung. Geschafft!
 
Alle legen sich mehr oder weniger wieder trocken. Ein kurzer Imbiss. Dann geht es zur Westküste Amrums auf den Kniepsand und weiter bis Norddorf. Der Verlockung von Café und Fischbrötchen konnten alle nicht widerstehen. Belohnung für das bis jetzt Geleistete muss sein.
 
Nach dieser Rast beginnt die Inselüberquerung von Nord nach Süd in Richtung Wittdün. Der Wattenführer akzeptiert, dass einige noch mehr Laufbedarf haben, vereinbart ein Treffen an der Bushaltestelle in Nebel oder zur letzten Fähre des Tages um 17:30 Uhr am Hafen Wittdün. Unsere Gruppe geht zu Fuß über die Insel nach Nebel und fährt von dort mit dem Bus zum Hafen.
 
Von Norddorf bis Wittdün sind es ca. 11 Kilometer. Zum Abfahrtstermin fehlen drei Wanderer. Mit dem Schnellsten bekam ich per Handy und dann per Sichtverbindung Kontakt. Dank der guten Beziehung von Boy Boysen zu den Fährmännern konnte die Fähre etwas aufgehalten werden. Sonst wäre eine Übernachtung für die Drei unausweichlich gewesen.
 
Mit leichter Verspätung verlässt die Fähre mit uns Amrum und erreicht ohne große Aufregung Dagebüll. Wie ich hörte, haben alle bei bestem Wetter eine schöne, spannende Tour gehabt.
 
Wir entlassen den Wattenführer mit einem dicken Dank und die Teilnehmer in die Autos.
 
Soweit meine Beobachtungen.
 
Harm Vollmar
 
 
 
Straßenboßeln am 17.02.2008
 
 
 

 
 
Boßeln ist eine Sportart, die überwiegend an den norddeutschen Küstenregionen, aber auch in den Niederlanden, Irland und sogar Italien und den USA gespielt wird, wo es von deutschen Auswanderern eingeführt wurde. Boßeln, auch Kloote genannt, ist plattdeutsch für Kugeln. Früher waren sie aus Holz, heute sind sie auch aus synthetischen Materialien oder Gummi gefertigt. Die Regel ist simpel: Zwei Mannschaften werfen die Boßeln so lange auf einer bestimmten Strecke, deren Länge keine Rolle spielt, bis beide Mannschaften das Ziel erreicht haben. Sieger ist diejenige Mannschaft, die am wenigsten Würfe benötigt hat. Die übliche Jahreszeit für das Boßeln ist der Winter, wenn die Gräben neben der Straße zugefroren sind. Sind sie dies nicht, kann mithilfe eines Klootsoekers, bestehend aus einem Korb, der an einem Besenstiel befestigt wird, die Boßel trockenen Fußes wieder geborgen werden.
Boßeln wird überwiegend als gesellige Tätigkeit betrieben und häufig mit dem Konsum landestypischer Speisen und Getränke verbunden. Ganz Eifrige betreiben Boßeln jedoch auch als Breiten- und sogar Leistungssport und messen sich regelmäßig auf nationalen und auch internationalen Meisterschaften. So findet beispielsweise vom 1. bis 4. Mai 2008 in Cork/Irland die Europameisterschaft statt. Auf solchen Meisterschaften werden die drei Disziplinen Feldwettkampf mit dem Hollandkloot (300 g), Standwettkampf (375 bzw. 475 g) und das Straßenboßeln mit der irischen Stahlkugel (etwa 800 g) ausgetragen.
 
 
Nach diesem schlauen Exkurs nun zu unserer Veranstaltung, die zum zweiten Mal veranstaltet wurde und somit als traditionell bezeichnet werden kann. Am Treffpunkt in Tastrup teilte Gerd Engelke die 21 Teilnehmer in zwei Mannschaften und übernahm die Regie. Zum Weitenrichter wurde Reinhard Schaade abgeordnet, und das Reinigen der Kugel übernahm Reinhard Krappitz. Das war eine verantwortungsvolle Aufgabe, schließlich spielten wir auf landwirtschaftlich genutzten Wegen und hatten etliche Kuhfladen zu überwinden. Übrigens: Boßeln ist nicht zu verwechseln mit Bosseln, dann da hat der Boss das Sagen. Nicht so beim Boßeln, denn da lachen alle, und zwar über jeden, auch über den Boss. Und so hatten wir einen Heidenspaß, besonders wenn der eine oder andere Wurf völlig in die Hose bzw. auf kürzestem Weg in die Rabatten ging. An der Wendemarke hatte die rote Mannschaft um zehn Würfe die Nase vorn. Das jedoch verschaffte der gelben Mannschaft einen enormen Motivationsschub, und so ging sie trotz Gegenwinds kurzfristig sogar in Führung. Am Ende des fröhlichen, aber dennoch ernsthaft betriebenen Wettkampfs lagen beide Mannschaften fast gleichauf. Wer die Nase vorn hatte, wollte Gerd aber erst nach der Stärkung im „Tastrup Krog“ verkünden.
Inzwischen waren alle ziemlich durchgefroren und freuten sich auf einen heißen und deftigen Gemüseeintopf. Nachdem die Getränke bestellt und verteilt waren, kamen mehrere Terrinen mit köstlich duftendem Eintopf auf den liebevoll gedeckten Tisch. Alle langten kräftig zu, was vermuten lässt, dass das Essen allen gut geschmeckt hat. Nach einem Verteiler, zu dem unsere Vorsitzende Elisabeth Rohde einen Trinkspruch aufsagte, war endlich der Spielführer an der Reihe mit der Bekanntgabe der ersten und zweiten Sieger. Gewonnen hat die rote Mannschaft und verwies das gelbe Team mit lediglich zwei Würfen Unterschied auf den zweiten Platz.
 
 
Ob erster oder zweiter Sieger, ganz egal, Hauptsache Spaß hat es gemacht! Und so danke ich Gerd und den beiden Reinhards für ihren Einsatz und freue mich auf einen weiteren Boßel-Sonntag in einem Jahr.
 
Rosi Gerlich
 
 
 
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