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1. Familienwanderung auf die Simonyhütte am Dachstein
 
2. Sternwanderung in und um Celle
 
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Erlebniswoche für Familien mit Kindern und Jugendlichen
Samstag, 16.7.2005, wir starten kurz nach Sonnenaufgang Richtung Obertraun / Oberösterreich. Mit der Bahn geht's über Hannover, Linz / Donau, Attnang-Puchheim, Hallstatt zunächst nach Obertraun. Unser Ziel : Das alpine und naturkundliche Ausbildungszentrum Simonyhütte am Fuße des Hallstätter Gletschers. Wir, das sind 3 Familien mit 9 Bergbegeisterten zwischen 8 und 45 Jahre alt. Jörg und Dörte mit Timo, Reinhard und Susanne mit Zina, Dirk mit Jorge und Heiko. "Dachstein- Gib mir Berge" wirbt die Region um den Dachstein, wie wir später erfahren und das Gebiet um die Hütte ist vor kurzem zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden. Eine einmalige Bergwelt konnten wir mit viel Schneekontakt bei Sonne, Wind, Gewittersturm und Hagel im Laufe einer Woche erleben. Nun aber zurück zum Anfang. Wie geplant erreichen wir Samstagabend die Jugendherberge Obertraun. Reisen macht hungrig, daher geht es zur Stärkung in den Dachsteinhof der Familie Höll. Am Sonntag geht es hinauf, zunächst mit der Seilbahn
Faszinierend, wir können sogar zweimal umsteigen und erreichen schnell die Gjaidalm. Von hier soll die Simonyhütte in 3 Stunden erreichbar sein, wenn man die Hinweisschilder richtig liest und beachtet. Wir brauchen etwas länger..... Wie gut, wenn der Rucksack nicht zu schwer ist. Und wenn der Rucksack quält, müssen eben einige Pausen mehr eingelegt werden. Schließlich genießen wir die ersten Blicke auf den Gletscher und die Gipfel der Umgebung. Am Nachmittag erreichen wir die Hütte und beziehen unser Lager mit 10 Betten.
www.Simonyhütte.at
Wir sind begeistert, es gibt eine Dusche und jeder hat ein Schrankfach mit Platz für den Rucksack und ein besonderer Komfort der Hütte ist der Trockenraum mit einem dänischen Bollerofen. In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei Naturkletterhallen, mehrere Klettersteige und Möglichkeiten in Fels und Eis Klettererfahrungen zu sammeln. Einfach ideal für uns. Wir freuen uns auf die nächsten Tage. Wanderung zum Eissee und Erkundung der kleinen Kletterhalle. Morgens, nachdem wir aufgewacht sind, gingen wir alle zum Frühstück hinunter. Mit Erstaunen stellten wir fest, dass eine Frühstücksfee namens Susanne den Tisch für alle bereits gedeckt hatte. Nach dem kräftigen Frühstück machten wir uns für die Wandertour zum Eissee fertig. Für die Tour benötigten wir ungefähr 20 Minuten. Unten am See angekommen haben wir einiges über die Gegend und seine Geschichte von unserem Teamleiter Jörg erfahren. Nach dem ausführlichen Genießen dieser eindrucksvollen Gegend haben wir noch das Wanderkarten lesen und Routenplanung geübt. Nach ca. 1 Std. haben wir gemeinsam den Rückmarsch angetreten, um am Nachmittag noch die kleine Kletterhalle zu erkunden. Da aus der Erkundung gleich eine aktive Kletterphase wurde, kamen wir auch erst zum Abendbrot zurück in unsere Herberge. Der Abend wurde gewohnheitsmäßig mit dem Gesellschaftsspiel "Phase 10" beendet.

 
Auf zum Gletscher!
Wir sind morgens gegen 7.00 Uhr aufgestanden und machten uns fertig, um zeitig aufzubrechen.
Das Regenwetter vom Vortag war wie versprochen verflogen. Dann sind wir alle zusammen mit unserem Bergführer Michael Heid gegen 9 Uhr gestartet. Wir mussten mehrere Schneefelder überqueren bis wir das Schneemobil von Michael erreichten, das aber nur in Notfällen benutzt wird. Trotzdem durften wir einmal darauf Platz nehmen. Nach einer kurzen Trinkpause legten wir dann alle unsere Steigeisen an. Zu unserer Ausrüstung gehörte außerdem ein Eispickel. Wir setzten uns alle Sonnenbrillen oder Gletscherbrillen auf, da der Schnee die Sonnenstahlen sehr stark reflektiert und es sonst zu einer Schneeblindheit kommen kann. Jeder von uns war an einem langen Sicherungsseil gesichert, so dass im Ernstfall nichts passieren konnte.
Nebelfelder zogen an uns vorbei und gaben immer wieder den Blick auf die umliegenden Gipfel frei.
Die Sonne strahlte schließlich wie angekündigt. Es ging stetig aufwärts bis wir schließlich die Seethaler Hütte 2740m erreichten. Auf dem Rückweg genossen wir die herrliche Bergluft und den freien Blick.
 
 
 
Eine besondere Erfahrung machte schließlich mein Vater, als er  mit dem rechten Bein bis zur Hüfte scheinbar im Schnee versank. Als er das Bein wieder herauszog, war der Blick in eine Gletscherspalte frei. Sinn und Zweck des Seiles wurde für uns jetzt deutlich. Auf dem weiteren Weg lernten wir das Schneegleiten, am Hang nur auf den Schuhsohlen ohne Ski und wir konnten durch die Markierungen der letzten Jahre erkennen, wie sich der Gletscher seit 1970 zurückgebildet hat. Für uns war dieser Tag ein Highlight unser Ferientage am
Dachsteingletscher und wir sind um viele Erfahrungen reicher zurückgekehrt.
 
 
 
 
 
 
 
Urlaub auf dem Berg
Der Aufstieg zur Simonyhütte dauerte 6 Stunden.
Es war anstrengend, aber schön.
Die Betten waren sehr gemütlich.
Am Besten gefiel mir die Tour zum Gletscher mit Michi.
Zina Schaade (8Jahre alt)                                                
 
 
 
 
Dachstein - Gib mir Berge
In der Zwischenzeit sind einige Wochen vergangen und bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken wurde die Bergwoche nochmals lebhaft mit vielen schönen Bildern in Erinnerung geholt. Nach den guten Erfahrungen auf dieser, seit vielen Jahren ersten Familienbergtour, sind sich alle Teilnehmer einig:
 
Diejenigen die nicht dabei waren haben viel verpasst und die die dabei waren würden sich freuen, wenn diese Tour nur der Anfang vieler Familienbergwochen war und damit fester Bestandteil des Tourenprogramms unserer Sektion werden könnte.
 
von Zina, Heiko, Jorge und Timo
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sternwanderung in und um Celle
der nord-westdeutschen DAV-Sektionen
vom 20. - 22. Mai 2005
 
 
Sechzehn Wanderfreunde der Sektion Flensburg trafen sich bei schauerlichem Wetter um 9.00 Uhr
am Mauseloch, um mit ausgelasteten PKw`s die Reise gen Süden anzutreten. Fast staufrei erreichten wir gegen Mittag unser Hotel am westlichen Stadtrand von Celle. Der skeptische Wirt empfing die "wandernden Hottentotten mit ihren Wanderbotten" zurückhaltend, er wähnte seine Marmor- und Teppichböden in Gefahr. Am Nachmittag ein Spaziergang durch die bezaubernde Celler Altstadtwurde angemessen von einem freundlichen Himmelsgesicht begleitet.
 

 
 
 
Dazu eine Stadtbilderklärerin, wie sie nicht unbedingt "im Buche steht": Mit Sachkenntnis, Esprit und Charme fesselte sie unsere ungeteilte Aufmerksamkeit für die Facetten einer liebevoll erhaltenen und gepflegten Fachwerk-Renaissance-Altstadt, die von Kriegseinwirkungen weitgehend verschont wurde.
 
 
 
 

Notwendige Neubauten wurden dem Stadtbild störungsfrei angeglichen. Ausgedehnte Parkanlagen vervollständigen den Wohnwert der Stadt.

 

 

 

 
Nachdem wir schließlich auch die kulinarische Seite der Region kennen gelernt hatten, erreichten wir nach einem ca. 3,5 km langen Verdauungsheimweg unser verdientes Bett im Hotel Schnarr.
An den beiden nächsten Tagen wurden Wanderungen von je knapp 20 km durch die ausgedehnten Waldregionen um die Stadt Celle und entlang ihrer zahlreichen Wasserläufe, wie Aller und angeschlossener Kanäle (zum Auffangen des Schmelzwassers aus dem nahen Harz) von dem Wanderleiter der Sektion Celle geführt.
 

 

 
Unseren Wanderungen hatten sich einmal Mitglieder der Sektion Osnabrück und am zweiten Tag der Sektion Kassel angeschlossen. Interessierte konnten manche botanische und tierische Kostbarkeiten entdecken.
 

 

 
Ziel und Endpunkt der Sternwanderung war die gemeinsame Abschlussveranstaltung in der ehemaligen Exerzierhalle der riesigen neogotischen Infranteriekaserne aus Wilhelminischer Zeit von 1872 - heute "Neues Rathaus".
Trotz einer eindrucksvollen Rede des Bürgermeisters der Stadt und eines beeindruckenden Celler
A-capella-Chores fehlte der Veranstaltung ein zügiger Ablauf, so dass wir etwas früher gegen 16.30 Uhr den Ort des Geschehens verließen und die Heimfahrt antraten.
Ein schönes, warmes und überwiegend sonniges Wochenende war seinen Aufwand gerecht geworden. Sogar der Hotelwirt verabschiedete uns als nette Gruppe!
Die Sektion Flensburg freut sich auf die 53. Sternwanderung 2006 in Braunschweig.
 
 
 
Elisabeth Rohde
 
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