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Wanderwoche im Donautal vom 5. bis 12. September 2007
– Natur, Kultur und Spätzle
Die Fotos wurden von Harm Vollmar aufgenommen.
Die Deutschlandwanderer der DAV-Sektion Ebingen besuchten Flensburg und luden die DAV-Sektion Flensburg ein. Und wir ließen uns nicht lange bitten, nahmen diese Einladung an und besuchten unsere schwäbischen Wanderkollegen in deren Sektionshaus in Hausen im Tal. Wir, das waren Karin und Herbert Hanno, Elfriede und Harm Vollmar, Rosi und Lorenz Matzen, Anne Schlemeier, Christel Mayer, Renate Hilker, Frank Steinhoff und ich.
Mittwoch 05.09.: Nach knapp 1000 km Anreise kamen alle Teilnehmer wohlbehalten in Hausen an. Kaffee hatte ich besorgt, Kuchen wollten die Ebinger besorgen – und das taten sie dann auch ganz gewaltig. Ein leckerer Kuchen nach dem anderen wurde angeschleppt, so dass wir tagelang davon gut hatten. Eberhard Hauber, der Initiator der Ebinger Einladung, begrüßte uns und unternahm mit uns an diesem ersten Tag eine Kurzwanderung rund um Hausen. Anschließend fuhren wir nach Kreenheinstetten, um gemeinsam mit weiteren Ebinger DAV-Kollegen zu Abend zu essen. Eberhard hatte in der urgemütlichen Gaststätte "Zur Traube" mit gutbürgerlicher schwäbischer Küche einen Tisch reserviert, wo wir einen ersten Vorgeschmack auf reichhaltiges, süddeutsches Essen mit viel Spätzle bekamen. Nach einer Runde Verteiler auf Kosten der Sektion Ebingen fuhren wir zurück nach Hausen, wo wir noch einen gemütlichen Abend am geheizten Kachelofen mit Rotwein verbrachten.
Donnerstag 06.09.: Die erste Nacht im Gemeinschaftslager war nicht für alle von tiefem Schlaf geprägt, was am nächsten Tag aber keineswegs die Stimmung beeinträchtigte. Der Morgen bescherte den ersten Frost, verhieß aber auch ein sonniger Tag zu werden. Nach gemeinsamem Frühstück stand der erste Wandertag bevor. Mit dem Linienbus fuhren wir nach Sigmaringen und machten dort zunächst einen auf Kultur und besichtigten das Schloss, wo uns ein imposanter Einblick in das adlige Leben der Hohenzollern vermittelt wurde. Das Schloss mit seinen prachtvoll ausgestatteten Residenz- und Prunksälen, seinen zahlreichen Kunstschätzen und Sammlungen zeugt noch heute von der großen Bedeutung der Hohenzollern. Es ist ein interessantes Anschauungsobjekt der Architektur und Kunst vom 12. bis zum 20. Jahrhundert und das Wahrzeichen der tausendjährigen Unternehmenstradition.
Danach ging es in die Natur immer der Donau entlang zurück nach Hausen. Unterwegs bestaunten wir die gewaltigen Kletterfelsen des oberen Donautals aus Kalkstein des Weißen Juras, die vor etwa 150 Millionen Jahren entstanden sind. Der Schaufelsen ist mit über 120 m Wandhöhe der höchste außeralpine Felsen Deutschlands und hat Kletterrouten mit vielsagenden Namen wie "Koi Weib, koi Gschroi" und "Ravioli unter roter Soße". Daneben der Schreyfels mit den Routen "Auf Messers Schneide" und "Verdauungsspaziergang" und die Felsen "Bad Men Rock" sowie "Hölle" mit den Routen "Tod durch Bingo-Bongo" und "Laß mich doch einfach gehen". Nach 18 km mit viel Sonnenschein erreichten wir das Ziel und besuchten zum Abendessen eine nicht erwähnenswerte Gaststätte im Dorf. Anschließend stand wieder ein gemütlicher Abend am Kachelofen mit Rotwein auf dem Programm.
Freitag 07.09.: Der erste Blick nach dem Aufstehen ging Richtung Himmel, der leider nicht zu sehen war. Nach dem Frühstück fuhren wir dennoch optimistisch los nach Bregenz, um auf den Pfänder zu wandern. Der Bregenzer Hausberg mit 1064 m Höhe verspricht eine grandiose Aussicht auf 240 Alpengipfel. Leider war nach unserer Ankunft noch nicht einmal der Pfänder zu sehen, da es nachts heftig geregnet hatte und nun alles in dichten Nebel gehüllt war. So bummelten wir mangels Fernsicht zunächst zur sehenswerten Seebühne, wo in diesem Jahr die Oper "Tosca" aufgeführt wurde. Die Wolken stiegen immer höher und ließen den Pfänder immer mehr zum Vorschein kommen. So entschlossen wir uns, mit den Autos auf den Gipfel zu fahren, um wenigstens oben gewesen zu sein, und natürlich in der Hoffnung, zumindest einige der versprochenen Gipfel bewundern zu können. Dem war dann auch so und nach einer netten Einkehr mit Apfelstrudel und Kaffee fuhren wir nach Friedrichshafen, um der Kultur zu frönen. Leider war ein Besuch des Zeppelin-Museums nicht mehr möglich und so bummelten wir halt auch hier noch ein bisschen herum und fuhren weiter nach Überlingen, wo uns Eberhard in ein wirklich empfehlenswertes Restaurant mit herrlicher Aussicht auf den Bodensee führte. An diesem Tag sind wir nun kaum gewandert, haben dafür aber einen geruhsamen Tag erlebt. Nach einem köstlichen Abendessen ging es zurück nach Hausen, wo wieder – was denn sonst – am gut geheizten Kachelofen einige Gläser Rotwein geleert wurden. Leider mussten wir uns nun von Eberhard verabschieden, der sich auf eine Wandertour in das Verwall aufmachen wollte.
Samstag 08.09.: Heute war sehr frühes Aufstehen angesagt, denn bereits um 07:37 Uhr fuhren wir mit dem Zug von Beuron über Fridingen, Tuttlingen, Möhringen, Immendingen, Geisingen, Donaueschingen, Hüfingen, Döggingen, Löffingen nach Rötenbach. (Meine Nachfrage bei einem heimatkundlichen Experten ergab, dass diese Ortsnamen zwei Bedeutungen haben: Der vordere Teil weist auf den Namen des Begründers hin, wobei dieser durch Überlieferung heute oft eine andere Schreibweise hat, und die Endung "ingen" ist eine alte alemannische Bezeichnung für Siedlung.) Ab Löffingen leistete uns meine Schwester Gabi Gesellschaft, um uns auf der heutigen Wanderung durch die Wutachschlucht zu begleiten. In Rötenbach erlebten wir dann eine nette Überraschung: Die Türen des Zuges gingen auf und sofort wieder zu, noch bevor wir auch nur den Hauch einer Chance zum Aussteigen hatten. Wir konnten die Öffnungsknöpfe drücken, so viel wie wir wollten, die Türen blieben zu! Und schon setzte der Zug seine Weiterfahrt nach Neustadt fort. Da der Zug in Neustadt endet und dann wieder zurück fährt, war dieses Missgeschick für uns nicht weiter tragisch, und so starteten wir unsere Wanderung halt eine halbe Stunde später bei bestem Wanderwetter.
Die Rötenbachschlucht fängt ganz eben und anspruchslos an, entwickelt sich aber rasch zu einem ordentlichen Auf und Ab über Stock und Stein. Nach etwa 5 km münden Rötenbach und Gutach zusammen und bilden die Wutach. Gutach – die gute Ach – ist ein ruhiger Bach, aber Wutach – die wütende Ach – wird nun schon etwas heftiger und so auch der Weg daran vorbei und darüber hinweg. Doch er ist der Mühe wert durch eine wildromantische Landschaft, in der viele seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten einen idealen Lebensraum gefunden haben. Neben Apollofalter, Wespenbussard, Eisvogel und Nattern haben Haselhuhn und Auerhahn hier ihr Revier. Der Graureiher ist nach Forellen, Äschen und Elritzen auf Fischfang aus. Ebenfalls ist hier mit etwa 1200 von insgesamt rund 2800 Arten in Mitteleuropa eine reichhaltige und faszinierende Pflanzenwelt vertreten, darunter botanische Kleinode wie Blasen- und Streifenfarn, Hirschzunge, Felsennelke, Türkenbund, Silberblatt und Frauenschuh.
Die in meinem Wanderplan ausgewiesenen 8 km endeten in der Schattenmühle nach etwa 11 km und benötigen natürlich auch erheblich mehr Zeitaufwand als geplant. Nach dieser zweiten Zeitverzögerung des Tages entschlossen wir uns zu einer Änderung des vorgesehenen Tagesplans und verzichteten auf die zweite Etappe von 9 km bis nach Bachheim und machten zunächst eine ausgiebige Mittagspause im Gasthaus "Zur Schattenmühle" (die in der Nacht zum 06.10. völlig niedergebrannt ist). Danach erkundeten wir die Lotenbachklamm, die sich als wirklich lohnend herausstellte, wie auch der Müllerweg zurück zur Schattenmühle. Bevor wir mit dem Wanderbus die Weiterfahrt antraten, gingen wir noch ein Stück flussab- und wieder aufwärts, um dann durch das Dorf Göschweiler zu fahren, in dem ich geboren und aufgewachsen bin, getauft und eingeschult wurde und die Jahre meiner größten Sturm- und Drangzeit verbracht habe. Nach köstlichem Abendessen im Restaurant "Zur Linde" in Löffingen ging es mit dem Zug zurück in unser Quartier nach Hausen. Hier erwarteten uns neben Kurt und Rudolf, die übers Wochenende Hüttendienst hatten, auch Kuchennachschub und der gewohnte Rotwein.
Mein Teil des Berichts endet hier. Vorwegnehmen möchte ich, dass es für mich eine herrliche Wander- und als einzige Nichtruheständlerin auch erholsame Urlaubswoche war. Es war mir eine große Freude, den anderen Teilnehmern einen Teil meiner Heimat zu zeigen und sie dabei an den Besonderheiten der schwäbischen und badischen Sprache, Küche und Kultur teilhaben und sich amüsieren zu lassen. Das Wetter war nach diesem bescheidenen Sommer unerwartet gut, die Stimmung bestens, das Essen oberlecker und, als wäre das nicht genug, wir lernten mit den Ebinger Wanderkollegen äußerst liebenswürdige Menschen kennen, die wir hoffentlich bald einmal in Flensburg willkommen heißen können. Ich danke allen Ebingern – ganz besonders Eberhard – und Flensburgern, die allesamt eine Bereicherung dieser eindrucksvollen Woche waren, und freue mich riesig auf einen Gegenbesuch bzw. einen weiteren Aufenthalt im Ebinger Haus.
Rosi Gerlich
Die weiteren Wandertage werden im Folgenden nun durch Herbert und Christel beschrieben:
Wanderung entlang der Gleise der „Sauschwänzlebahn“ am Sonntag 09.09.2007
Für 07.00 Uhr ist das Frühstück im Ebinger Haus vereinbart. Wir - das sind Renate, Christel, Karin und meine Wenigkeit - sind natürlich pünktlich, um beim Auftischen zu helfen. Nun muss man sagen, es klappt alles vorzüglich und da jeder mit anpackt ist auch der Abwasch schnell geschafft.
Als alle soweit fertig sind, geht die Fahrt los und wir kommen ca. 09.15 Uhr in Blumberg auf dem Bahnhof der Sauschwänzlebahn an. Der Name ist davon abgeleitet, dass sich das Schienennetz wie der Schwanz eines Schweins durch die Landschaft zieht. Rosi geht sogleich zum Bahnhof, um die Fahrkarten für die Rückfahrt zu lösen. Als sich nun alle soweit präpariert haben, gehen wir die Wanderung an und zwar von Blumberg bis zum Endbahnhof Weizen. Rosi und Harm übernehmen die Führung und versuchen Umwege zu vermeiden, was nicht immer gelingt. Gegen 11.00 Uhr erreichen wir die Otilienhöhe (807 m), wo wir die erste Trinkpause einlegen. Um ca. 12.15 Uhr erreichen wir den Eingang zur Wutachflühe, so wandern wir immer entlang der Wutach in einem wunderschönen Tal. Nach einiger Zeit stellt sich uns ein Hindernis in Form eines umgestürzten Baumes in den Weg, welches aber von allen mit Bravour gemeistert wird. Nach ca. 45 Minuten erreichen wir eine Brücke über die Wutach, auf der anderen Seite gehen wir dann bis zum Bahnhof Lausheim-Blumegg, hier betreibt jemand einen Kiosk, ich nehme die Gelegenheit wahr und kaufe eine Flasche Apfelschorle, da unser Wasservorrat bereits verbraucht ist. Da die Gruppe bereits weiter gegangen war, muss ich mich ein wenig beeilen, aber dann höre ich sie auch schon rufen und wir sind wieder beisammen. So langsam merkt man auch schon, dass Einzelne etwas schwerer treten und sich wünschen, dass das Ziel endlich erreicht wird. Aber es dauert noch geraume Zeit als endlich Weizen in Sichtweite zu sehen und dann auch um ca. 15.00 Uhr erreicht ist.
Auf dem Bahnhof tummeln sich sehr viele Menschen, bei einer Gruppe befindet sich ein Akkordeonspieler, der mächtig Stimmung macht. Nach einer kurzen Wartezeit dürfen wir dann auch schon in unserem Abteil Platz nehmen, es handelt sich um einen alten Waggon aus früheren Zeiten, die Sitze sind noch nicht gepolstert. Die Museumsbahnstrecke hat eine Länge von 25 km, sie wurde in den Jahren 1887-1890 von der damals Großherzoglichen Badischen Staatsbahn erbaut und von der Deutschen Bundesbahn 1976 stillgelegt. Heute ist sie im Besitz der Stadt Blumberg, und alle Brücken, Tunnel sowie die Gleisarbeiten werden in ehrenamtlicher Arbeit absolviert, da es sonst überhaupt nicht zu finanzieren wäre. Plötzlich ist es auch schon soweit und die Fahrt beginnt. Sie ist ein tolles Erlebnis, man kann die Fahrt wirklich weiter empfehlen. Gegen 17.00 Uhr erreichen wir Blumberg, hier haben wir noch ausreichend Zeit, um das Eisenbahnmuseum sowie das Reiterstellwerk, welches aus dem Jahre 1886 stammt und in den Jahren 1997-1999 restauriert wurde, zu besichtigen.
Als alle wieder beisammen sind führt uns die Fahrt nach Riedböhringen zum "singenden Wirt", wo wir ausgezeichnet speisen, um uns anschließend auf die Heimreise zu begeben. Hier ist vereinbart, sich noch einmal auf der Hütte zu treffen, um die Tour des nächsten Tages zu besprechen. So raffen sich Christel und ich auf und fahren noch hin, gegen 22.30 Uhr sind wir dann auch endlich in der Wohnung, geschafft von dem doch recht ausgefüllten Tag, aber auch froh, dass wir diesen wunderschönen Tag mit einer gut gelaunten Gruppe verbringen durften.
Herbert Hanno
Montag, den 10.09.2007: Bodensee
Nach einem gemütlichen Frühstück war um 8 Uhr Abfahrt nach Bodman. Von der Sektion Ebingen kamen Roswitha und Irmgard mit und haben auf Sehenswertes hingewiesen. 13 Wanderer genossen die Naturschönheit der Marienschlucht, die gemäß Absperrung "Zur Zeit nur teilweise begehbar!" war, weiter 17 km auf Sichtweite den Überlinger See entlang und weiter durch den bewaldeten E1 bis Konstanz. Die Tour hinterließ gewaltige Eindrücke. Der absolute Höhepunkt war die Schifffahrt mit der "MS Schwaben" mit einer Länge von 254 m, einer Breite von 14,5 m und einem Tiefgang von nur 1,86 m. Sie verschlang den Lindwurm an Touristen. Zwei Stunden fuhren wir bei vertrauter Brise und Sonne im Zick-Zack über den Bodensee. Stationen: Konstanz, Meersburg, Mainau, Unteruhldingen, Dingelsdorf bis Überlingen, dort Umsteigen beim "Faulen Pelz" auf ein anderes Schiff, das uns zur Marienschlucht brachte. Vom Anlegesteg aus sahen wir unseren Einstiegspunkt, bekamen aber zu spüren, dass die Marienschlucht nur teilweise begehbar war. Der empfohlene Jägerweg mit Höhen und Tiefen wurde erst nach 70 Minuten überwunden. Nach 6 km Autofahrt trafen wir im Restaurant "Seehaus" in Bodman zum Abendessen ein. Wieder ging ein schöner Tag zu Ende !
Christel Mayer

Wanderung rund um Hausen im Tal am Dienstag 11.09.2007
Frühstück ist heute um 08.00 Uhr, alle sind gut gelaunt, und es verspricht wieder ein schöner Tag zu werden, da auch das Wetter einen guten Eindruck macht. Von der Sektion Ebingen sind als Wanderleiter Kurt und Rudolf anwesend, die uns diesen Tag verschönern wollen. Wobei Rudolf vorneweg geht, da er diese Tour bereits gegangen ist. Zunächst führt der Weg direkt von der Hütte weg, einen Aufstieg von 150 m hinauf zum Turm bzw. zur Ruine der Burg Hausen im Tal, diese gehört zum Besitz des Fürsten zu Fürstenberg (u. a. bekannt durch das Bier, welches bei ALDI erhältlich ist). An der Turmruine bietet sich uns ein wunderschöner Ausblick auf Hausen und das Donautal. Dann führt der Weg weiter über den Werenweg zum Schloss Weren, welches wir aber nicht besuchen, sondern links liegen lassen, erwähnenswert ist, dass wir auf dem Weg einen Gamsbock zu sehen bekommen, was hier ja nicht vermutet wird. Es wird uns erklärt, dass man versucht, sie hier wieder anzusiedeln. Nächster Halt ist der Glasträgerfelsen, wo wir wieder die wunderschöne Aussicht bewundern, keiner von uns hat so etwas Schönes an Landschaftsbild voraus geahnt. Dann geht es weiter zum Eichsfelsen (786 m hoch), wo wir eine längere Pause machen, um etwas zu essen und wiederum die einzigartige Aussicht zu genießen. Auf einer Informationstafel steht zu lesen, dass sich vor ca. 8 Millionen Jahren das Wasser der Donau einen Weg durch das Kalkgestein suchte, löste dabei weiche Teile, wich härteren aus, so entwickelte sich ein verhältnismäßig kurviges Donautal. Weiter fällt unser Blick auf die Burg Wildenstein auf der gegenüber liegenden Seite der Donau, sie wurde ca. im Jahre 1000 erbaut und wird seit dem Jahre 1971 als Jugendherberge genutzt. Um ca. 13.15 Uhr setzen wir den Weg fort, gegen 14.30 Uhr erreichen wir die Placidiushütte, sie wurde um 1868 gebaut, in ihrem Inneren befinden sich verschiedene Baumabschnitte, einer davon stammt von einem aus Amerika eingeführten Baum. Nun geht es stark abwärts und wir erreichen schon bald die Brücke über die Donau, die nach Beuron führt. Es handelt sich um eine alte überdachte Holzbrücke. Wobei in früheren Zeiten von den Benutzern Brückengeld verlangt wurde, wie hier nachzulesen war. Nun kamen wir zum Kloster Beuron, es handelt sich um einen Gebäudekomplex der ehemaligen St. Martin Erzabtei zu Beuron, welche im Jahre 1863 zum Benediktinerkloster wurde. Es beinhaltet eine schöne Kirche, Klosterschlachterei sowie Unterkünfte für die Mönche. Da wir fast zwei Stunden Zeit haben, steht sie zur freien Verfügung, um 16.17 Uhr fahren wir dann mit dem Bus zurück nach Hausen.
Es wird vereinbart, sich um 18.00 Uhr in der Ebinger Hütte zu treffen. Es wird doch etwas später, bevor wir uns alle gemeinsam auf den Weg begeben zum Essen in einer Gastwirtschaft im Nachbarort. Gegen 21.00 Uhr finden wir uns alle wieder in der Hütte ein und es wird noch ein sehr schöner geselliger Abend, wobei einige besonders dazu beitragen. Dieses sind insbesondere Kurt von den Ebinger Freunden sowie Anne und Frank von unserer Truppe, es waren teilweise doch sehr, sehr tolle Darbietungen und wir haben uns köstlich amüsiert. Kurt und Rudolf wollen nach Hause und haben noch einen erheblichen Heimweg. Doch bevor wir sie entlassen, überreichen wir noch je eine Flasche Rum aus Flensburg, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön für den schönen Tag.
Ich ergreife noch kurz das Wort, um den Dank der Gruppe zum einen an Eberhard auszusprechen und zum anderen auch an unsere Rosi, die alles so akribisch vorbereitet hatte, hierbei haben wir für Rosi noch eine Kleinigkeit für ihre Mühen besorgt.
Dann vereinbaren wir uns zum Frühstück für den Abreisetag und ein wunderschöner Tag, eine wunderschöne Woche findet ihren Abschluss. Erwähnen möchte ich noch, dass wir an diesem Abend auch das von Silvia getextete Lied, auf der Melodie "Hoch auf dem gelben Wagen" beruhend, vorgetragen haben, welches Harm freundlicherweise für alle kopiert hatte.
Herzlichen Dank Rosi für diese schöne Woche.
Herbert Hanno
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Grillen und Chillen in Roikier am 29.07.2007
Zwischen 14 und 15 Uhr trudelten alle Gäste bei Elisabeth ein. So ein tolles Anwesen ist der ideale Ort für eine Grillparty. Alles war schon hergerichtet: Tische und Stühle im Freien, darüber eine Schutzplane, verwegen befestigt; denn der Wetterdienst hatte nicht allzu gut angesagt. Es gab zunächst Kaffee und Kuchen, viele hatten Torten mitgebracht, der lange Tisch reichte kaum aus, um alle Leckereien unterzubringen.
Danach war Bewegung angesagt. Der Küchendienst – Freiwillige versteht sich – blieb daheim, richtete alles wieder her und bereitete die Grillparty vor. Der größte Teil machte sich auf die Wanderung Richtung Habernis. Der Wettergott meinte es gut mit uns, die Sonne kam heraus und wir marschierten frohen Mutes voran. Ab und zu war der Weg etwas sehr modderig, aber man konnte ja auch über das abgeerntete Rapsfeld gehen. Was für schöne Ausblicke auf die Förde mit ihren vielen weißen Segelbooten! Dann kamen wir endlich auf Bohlenwegen zur Quelle und konnten uns dort auf den Bänken etwas ausruhen. Zurück ging es ein Stück durch den Wald, dann am Wasser entlang und schließlich wieder denselben Weg zurück.
Es hatte doch länger gedauert als wir dachten; denn als wir zurück kamen, der Duft von Gebratenem stieg uns schon von Weitem in die Nase und ließ uns schneller gehen, waren Würste, Fleisch und Fisch schon etwas lange auf dem Grill, aber da hatten wir ja selbst Schuld. Alles schmeckte doch noch vorzüglich und die vielen mitgebrachten Salate waren einfach eine Wucht. So viele Schüsseln hatten kaum Platz auf dem langen Büfett. Die Begeisterung fand kein Ende, als Karin mit ihrem tollen Himbeerdessert auftischte. Wer da nicht satt geworden war, war selber schuld. Und es blieb noch so viel über, obwohl wir an die 30 Gäste waren.
Fazit: So ein Grillfest sollte mal wiederholt werden.
Heike Christiansen
Klettern im Kletterzentrum Hamburg

v.l.n.r Schippe, Mareike, Reinhard, Enrico, Susanne, Zina, Jörg, Dörte, Björn und Rosi
Rosi : „Lasst mich bloß mit Klettern in Ruh“
Dieser und ähnliche Sprüche waren noch vor wenigen Tagen von mir zu hören. Doch nachdem ich von der Begeisterung unserer neuen Mitglieder in der Klettergruppe gehört hatte beschloss ich kurzfristig, am Samstag, dem 18.08.2007, mit nach Hamburg in das DAV-Kletterzentrum zu fahren. Völlig ahnungslos von dieser Freizeitbeschäftigung oder diesem Sport oder auch diesem Blödsinn – ich konnte Klettern bisher in keiner Schublade einordnen – hielt ich es an der Zeit, mir einen eigenen Überblick zu verschaffen.
Und so trafen sich an diesem Morgen um 07:45 Uhr zehn Mitglieder unserer Sektion am Flensburger Bahnhof und starteten gut gelaunt in diesen Tag. Neben Zina Schaade, der Jüngsten, waren die neuen Mitglieder Enrico Sielaff, Björn Pahnke, Bjørn Czarnitzki und Mareike Siemer mit an Bord sowie Susanne und Reinhard Schaade, Jörg und Dörte Braasch und halt ich. Und im Gegensatz zum Wandern war ich dieses Mal die älteste Teilnehmerin! Wer noch nicht gefrühstückt hatte, konnte es im Zug tun, denn Reinhard und Susanne spendierten Brötchen mit Wurst und Käse und Mareike brachte selbstgemachte Marmelade mit. Herzlichen Dank dafür.
In Hamburg fuhren wir vom Hauptbahnhof mit der U2 zur Haltestelle Hagenbecks Tierpark und kamen nach acht Minuten Fußweg gegen 11:00 Uhr im Kletterzentrum an. Neben einer Kleingartenanlage in ruhiger Umgebung standen sie da: der Kletterturm mit Indoor- und Outdoor-Bereich und die neue Kletterhalle mit Boulder- und Wettkampfbereich. Als Sektions-Jugendgruppe (Juhuh, ich auch!) erhielten wir preiswerten Einlass. Vor Ort gesellte sich noch Sven zu unserer Gruppe. Die jungen Leute machten sich sofort an der Outdoor-Wand zu schaffen. Enrico als „alter Hase“ (er klettert seit wenigen Wochen) machte den Vorstieg und seine Freunde nahmen diese Route gleich in Angriff. Während Reinhard, Jörg und Enrico abwechselnd die Sicherung übernahmen und natürlich auch kletterten und unsere jungen Wilden nicht genug bekommen konnten und auch Zina zeigte, dass sie bereits eine versierte Kletterin ist, erhielt ich von Susanne einen fachkundigen theoretischen Crashkurs. Und ich muss gestehen, dass es mich mächtig juckte, selbst einmal den Turm zu erklettern.
Rosi in 11m Höhe - kurz vor dem Ziel
Die Zeit verlief rasend schnell. Obwohl ich nur Zuschauerin war fand ich den Aufenthalt sehr interessant und daher kurzweilig, jedoch wuchsen in mir langsam Zweifel mit meinem insgeheim geplanten Selbstversuch. Na ja, ich war auf jeden Fall extrem hin- und hergerissen. Probieren würde ich ja schon gerne mal, aber Blamieren wollte ich mich ja auf gar keinen Fall. Und wenn schon, ich bin ja schließlich im Oma-Alter und zurzeit völlig untrainiert, hätte also im Notfall einige Ausreden parat. Aber die Lust, Neues auszuprobieren, gewann schließlich Oberhand. Und so zog ich mich um (ich hatte vorsorglich entsprechende Kleidung mitgenommen) und wurde mit Susannes Hilfe mit deren Klettergurt versehen. Mareike wagte sich an ihren ersten Vorstieg und brachte für mich ein Seil an der Anfängerseite auf den 15 Meter hohen Außenturm. Dann legte ich mein Leben vertrauensvoll in Reinhards Hände und erstieg eine „Hausfrauen-Paprika-Route“. Und ich schaffte es sogar bis ganz nach oben! Als Beweis machten Björn und Sven einige Fotos. Vorbildlich war mein Kletterstil bestimmt nicht, aber egal, ich habe es ja nicht mit ansehen müssen. Als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und nach meinem Eindruck gefragt wurde, konnte ich nur sagen: „Geil!“ Und damit nicht genug. Nach kurzer Regeneration wagte ich mich noch ein zweites Mal an die Wand. Diesmal war ich schon erheblich sicherer und schneller, hatte aber mit der fehlenden Kondition zu kämpfen. Aber auch mein zweiter Versuch brachte mich nach oben und wieder war ich völlig begeistert. Und das ausgerechnet ich, die ich bisher dem Klettern gegenüber völlig ahnungs- und sogar verständnislos war. ABER: Man lernt nie aus und Ansichten können sich schlagartig ändern.
Reinhard wollte mich noch zu einem dritten Anlauf überreden, aber dazu war ich nach nur zwei Aufstiegen nicht mehr in der Lage. So anstrengend hatte ich mir Klettern nicht vorgestellt. Umso mehr Respekt habe ich nun vor denen, die das richtig können. Da inzwischen der Nachmittag weit fortgeschritten war und auch die jungen Leute schwächelten, packten wir unsere Sachen und machten uns auf den Heimweg.
Dieser Tag – mein erster Klettertag – war ein besonderes und lehrreiches Erlebnis. Nun habe ich erheblich mehr Verständnis für unsere Klettergruppe und hoffe, dass es uns – der Sektion Flensburg – gelingt, diese Sparte weiter auszubauen. Ich wünsche besonders Reinhard und Enrico weiterhin viel Spaß und Elan auf diesem Weg und vielleicht schaffen wir es doch noch mit vereinten Kräften, unsere Kletterwand in Flensburg zum dauerhaften Einsatz zu bringen.
Rosi Gerlich
Wattwanderung am 22. Juli 2007
"Im Sommer sind die Halligen ein Bild des Friedens. Wie Träume liegen die Inseln im Nebel auf dem Meer. Wie grüne ‚Tupfer’ liegen sie im Watt, aus dem nur die Warften herausragen." So hat sich der Dichter Theodor Storm ausgedrückt, und so hatte ich es gelesen. Das veranlasste mich, mich für die Wattwanderung zur Hallig Nordstrandischmoor unter der sachkundigen Führung von Harm Vollmar anzumelden, und somit eine Hallig zu Fuß zu erreichen.
Morgens um 10:30 Uhr treffen sich 22 Wanderer der DAV Sektion Flensburg am gewohnten Treffpunkt "Mauseloch". Die Blicke aller Teilnehmer gehen gen Himmel. Sonnenschein: Fehlanzeige. Es regnet zwar keine Bindfäden, aber ein Sprühregen stimmt uns nicht gerade unternehmungslustig. Unser Wanderführer ist optimistisch. Der Wetterbericht für die Nordseeküste von Schleswig-Holstein ist nicht negativ. Man hat Bewölkungsauflockerung und sogar etwas Sonnenschein vorher gesagt. Nach Verteilung der Fahranweisungen an die Fahrer geht es im Konvoi mit fünf Autos Richtung Bredstedt. Von dort weiter durch den Magdalenen- und Desmerciereskoog nach Lüttmoor-Siel.
Hier bekommen wir zunächst fachkundige Auskünfte, wie man sich im Watt verhalten sollte.
Hosen werden gewechselt; d.h. lange Hosen ausgezogen und kurze Hosen an. Einer von uns krempelt mit viel Mühe seine Hosenbeine bis zum geht nicht mehr nach oben. In der Hoffnung, sie würden halten. (Und sie haben gehalten.)
Dann geht es los, rein ins Watt. Erst durch Gras, über Sandwatt und weiter über feineres Mischwatt. Schließlich kommt das Schlickwatt, und lässt uns Wanderer tiefer einsinken. Unsere Füße und Beine werden pechschwarz getüncht. Trittsicherheit wird gefordert. Das ist für Alpenvereins-Bergwanderer aber kein Problem. Es ist keine schwierige, aber eine schmierige Angelegenheit, denn es wird glatt und sehr rutschig. Das veranlasst unseren Wanderwart Günter Schlotfeld zur kritischen Frage: „Warum hat man nicht gestreut?“ Einige von uns sind öfters ausgerutscht; trotzdem macht es wirklich Spaß. Eine Entdeckungsreise zu Fuß im Watt ist nicht nur für Kinder eine lustige Sache, sondern auch für Erwachsene. Auch soll es bekanntlich gesund sein. Die Medizinwissenschaft hat schon vor 100 Jahren auf die heilsame Wirkung des Wattlaufens hingewiesen. Unser Wanderführer Harm Vollmar erzählt uns während der Wanderung über die Eigenarten des Wattenmeeres. Das gesamte Wattenmeer vor der dänischen, deutschen und niederländischen Küste ist die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde, und somit einmalig auf der Welt.
Ich habe in einer Reisebeschreibung gelesen: "Das Wattenmeer gehört zu Mitteleuropas letzter Wildnis. Hier atmet die Welt tief und ruhig im Takt des Wassers. Ebbe und Flut bestimmen den Rhythmus des Tages. Zwischen zwei Hochwassern liegen zwölf Stunden und 25 Minuten.“
Wir kommen vorbei an zwei im Watt vor Anker liegenden Schuten, beladen mit Faschinen, die im Auftrage des Amtes für ländliche Räume zum Küstenschutz verlegt werden. Nach 1,5 Stunden erreichen wir die Neuwarft auf der Hallig Nordstrandischmoor. Jeder von uns nutzt zunächst hier die Gelegenheit an einer Fußwaschanlage mit angeketteten Bürsten sich die Füße zu säubern.
Wir erfahren, dass eine Hallig eigentlich eine Insel ist, die immer wieder vom Meer überspült wird, da sie keine hohen Deiche und Dünen haben, die Sturmfluten abhalten. Eine Hallig ist nicht gleich Hallig. Nordstrandischmoor sieht den anderen ähnlich, hat aber eine völlig andere Entstehungsgeschichte. Eine Sturmflut im Jahre 1634, die so genannte "Mandranke", zerstörte die Insel "Strand" fast völlig und ließ übrig, was heute Nordstrand, Pellworm und eben auch Nordstrandischmoor ausmacht.
Aus unseren Rucksäcken werden Brote, Obst und Getränke hervorgeholt, denn Nordseeluft macht Appetit und hungrig. Dabei genießen viele von uns den Ausblick auf andere nordfriesischen Inseln und Halligen, die von hier zu sehen sind, wie Nordstrand, Pellworm, Hallig Gröde und die Hamburger Hallig. Andere nutzen die Gelegenheit sich im Sturmflutkino einen 6-minütigen „Landunterfilm“ über die Hallig anzusehen. Wir erfahren hier Einzelheiten über die Lebensräume im Watt und auf der Hallig und die schwierigen Lebensbedingungen der Bewohner. Sie betreiben Landwirtschaft, halten Schafe und Kühe; arbeiten aber überwiegend beim Küstenschutz und leben heute auch vom Fremdenverkehr. Die Versorgung der Halligbewohner ist nicht immer einfach.
Durch Sturmfluten – dann heißt es Landunter – werden die Halligen immer wieder überspült. Dann ragen nur noch die Warften wie kleine Inseln aus der Nordsee. Warften sind Erdwälle, die die Häuser vor den Urgewalten des Meeres schützen sollen. Auch Eisgang in den Wintermonaten kann die normale Verbindung zum Festland für längere Zeit unterbrechen. Man bietet uns noch Gelegenheit eine Traktorrundfahrt zur Norderwarft mit Besuch der kleinsten Schule Deutschlands zu unternehmen. Aber dazu reicht die Zeit nicht mehr.
Inzwischen ist auch unser 2. Vorsitzender Herbert Hanno zu uns gestoßen, und so machen sich um 14:00 Uhr 46 Beine wieder auf den Rückweg Richtung Festland. Wir erreichen es gegen 16:00 Uhr. Erneut reinigen wir unsere Füße an einer Waschanlage und freuen uns über einige wärmende Sonnenstrahlen. Unser Wanderführer erklärt uns, dass wir Gelegenheit haben im Meer zu baden; jedoch erst in zwei Stunden und wer noch einen Sonnenuntergang erleben möchte, müsste noch fünf Stunden warten! Das will keiner!
Beim Abschiednehmen sieht der Schreiber dieser Zeilen nur zufriedene Gesichter. Es war ein Sonntag der schwarzen Füße, aber auch ein schöner Wandertag. Nach einstündiger Autofahrt erreichen wir wieder unsere Heimatstadt Flensburg.
Horst Hinrichsen
Sonntag, 03.06.2007:
Im Tal der Vejle Au/DK
07:30 Uhr – Start und Treffpunkt am Parkplatz Mauseloch: Peter Erichsen erklärte uns treffsicher die Anfahrt, verteilte Fahranweisungen für alle Fälle an die Fahrzeugführer, und schon ging es mit der ersten Teilgruppe los. Bis zur dänischen Grenze reihten sich die restlichen Teilnehmer in den Konvoi ein und nun waren wir insgesamt 19 Personen. Eine kurze Pause an der Raststätte „Hykedal“, südlich von Kolding „erleichterte“ viele, doch Peter hatte für uns noch ca. 20 km Autofahrt im Köcher und führte uns zum Start und Tagesziel der Fußstrecke in die Gemeinde Refsgårde. Ein Blick auf ein wunderbares Tunneltal ließ die landschaftliche Schönheit der Wanderung erahnen. Auf einem Parkplatz unter einer wunderschönen Eiche konnte schattig geparkt werden. Wie wichtig das war, erfuhren nicht Eingeweihte erst am Ende der Tour.
09:15 Uhr: Das Wetter ist schön, die Bewölkung für die Fotografen bildbelebend, die Temperatur zur Startzeit ca. 17 Grad C und steigt auf 22 Grad im Laufe des Tages an. Der Wind ist angenehm. Nach kurzem, heftigem Anstieg gehen wir auf Panoramawegen die Außenkante des Tunneltals aus und erreichen um ca. 10:00 Uhr eine aufgelassene Kiesgrube mit Skulpturen. Kurzpause oder Kunstpause, wie man es nimmt. Nach einer weiteren ¾ Stunde erreichten wir ein verlassenes Gebäude. Der blühende Mohn schenkte uns einen Augenschmaus, doch dann ging es durch die Niederungen der Vejle Au. Nicht alle waren trittsicher und trafen die hohen Grasbüschel und so gab es ein paar Sumpfbeine, andere hatten sich mit Erfolg Kuhfladen als Ziel gesucht. Über das Gelände einer Naturschule erreichten wir nach kurzer Zeit den „Runkenbjerg“, eine höhere Endmoräne mitten im Tal der Vejle Au.
Etwa eine halbe Stunde Mittagspause. Danach überqueren wir über eine urige Holzbrücke (Foto) erneut die Vejle Au, erreichen eine alte aufgelassene Bahnstrecke zwischen Vejle und Bindeballe (Vandelbanen 1897 – 1957) (jetzt: Bindeballestien), ersteigen den „Slotsbjerg“ mit seiner Steinpyramide und dem Kunstwerk aus Stahl, nehmen die ehemalige Endstation mit seinem Museumszug in Augenschein und besichtigen einen Kaufmannsladen, in dem irgendwann um 1900 die Zeit stehen geblieben ist. Dann ist der Endspurt durch sandige Heide und wunderschöne Eichenwälder angesagt und bald erreichen wir unsere Autos.

Teilnehmer v.l.n.r.: Karin H., Jutta E., Renate H., Elfriede V., Peter E., Anita W., Barbara R., Anka R., Hans-Dieter R., Günter S., Lorenz M., Christel M., Elisabeth R., Rosi M., Gerd A., Kristina A., Herbert H., Dietrich v. F.
15:00 Uhr: Das Ziel, eine Angelstation mit einer Räucherei, ist erreicht. Die am Morgen georderten geräucherten Forellen sollen nun den Abschluss der Tour krönen und tun es auch. Aber nichts ist so gut, dass es nicht noch eine Steigerung geben könnte. So gab es als Dankeschön für den Glückwunsch der Sektion einen Marillenschnaps von Anka Riese, die kürzlich einen runden Geburtstag feiern durfte, und von Karin und Herbert Hanno Rhabarberkuchen auf der Platte mit Sahne. Damit war das etwas gewöhnungsbedürftige, schattensuchende Parken am Morgen verständlich. Der noch unbekannte Kuchen und die Sahne musste im Schatten kühl gehalten werden, bevor er als Überraschung serviert wurde.
Zusammenfassend wurde die etwa 20 km lange Wanderung von allen hoch gelobt, doch die guten Zugaben zum Schluss zeigen, dass auch das Gute noch zum Spitzenereignis veredelt werden kann. Wir alle haben es genossen.
16:00 Uhr: Abfahrt in Kolonne bis zur Autobahn, der Berichterstatter Harm Vollmar und seine Crew erreichten gegen 17:20 den Parkplatz am Mauseloch.
Harm Vollmar
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Exkursion nach Hamburg
Am 25. Mai 2007 trafen sich 47 Mitglieder und Gäste zu einer Exkursion in die Speicherstadt und HafenCity, dem derzeit größten Bauprojekt Europas. Hier entsteht auf einer Fläche von 155 Hektar ein Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Kultur mit hohem Qualitätsanspruch und intensiven Wasserbezügen.
Mit dem Bus ging es über die A 7 nach Hamburg, wo wir um 09:30 Uhr von Herrn Dipl.-Ing. R. Höfer, Baudirektor a. D., im Speicher L zu einem Vortrag über die Entwicklung des Hamburger Hafens und einer Präsentation des Projekts HafenCity empfangen wurden. Gestärkt mit einem belegten Brötchen und Kaffee lauschten wir aufmerksam den interessanten Ausführungen über die Geschichte Hamburgs und die Entstehung des Hafens sowie deren gegenwärtige Nutzungsumwidmung in einen attraktiven Stadtteil mit 5 500 Wohnungen für bis zu 12 000 Menschen und Dienstleistungsflächen für über 40 000 Arbeitsplätze sowie öffentlichen Plätzen und Kultureinrichtungen wie der Elbphilharmonie und dem Internationalen Maritimen Museum.
Ein heftiges Gewitter mit Wolkenbruch zwang zu einer kleinen Änderung des Programmverlaufs, so dass der Vortrag ausgeweitet wurde und der vorgesehene Rundgang durch die historische Speicherstadt, dem größten zusammenhängenden Lagerhauskomplex der Welt, verkürzt stattfand, damit wir pünktlich um 12:30 Uhr zum Mittagessen mit Linseneintopf wieder im Speicher L waren.
Gegen 14:00 Uhr wurde im Alten Kesselhaus zunächst die HafenCity anhand eines Modells erläutert, danach fand ein Rundgang statt über den Sandtorkai und die Magellan-Terrassen, deren Bauphase bereits abgeschlossen ist, mit Blick auf den Sandtorhafen, auf dem ein Traditionsschiffhafen seine Heimat finden soll, und mit Blick auf den Kaispeicher A, auf dem im Jahre 2010 die Elbphilharmonie mit Konzerthallen, Hotel und Wohnungen eröffnet werden soll, bis hin zu den Marco-Polo-Terrassen mit Blick auf den Grasbrookhafen mit geplanter Sportboot-Marina. Ein Besuch in der Kaffeerösterei rundete dieses interessante Ausflugsprogramm ab, bevor dann um 17:00 Uhr der Bus zur Rückfahrt nach Flensburg startete.
Der Organisatorin dieser Exkursion, Frau Helga Henningsen, möchte ich im Namen aller Teilnehmer einen herzlichen Dank aussprechen. Auch wenn es nicht ganz einfach war, den zum Teil ausgefallenen Wünschen einiger Teilnehmer gerecht zu werden, hat sie diesen Ausflug mit Bravour auf die Beine gestellt.
Rosi Gerlich
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Neujahr 2007
Traditionsgemäß will die Sektion Flensburg am Neujahrsmorgen zur Hamburger Hallig wandern. Trotz der über die Medien verbreiteten Unwetterwarnung sind wir zahlreich um 11:00 Uhr auf dem Parkplatz im Sönke-Nissen-Koog versammelt.
Aber, das Schild sagt und das Bild zeigt, wie es ist. Der Weg zur Hallig ist wegen Überflutung gesperrt. Allgemeine Enttäuschung.
Und jetzt? Einfach wieder nach Hause fahren? Ein Alternativprogramm muss her.

Nach Beratung mit ortskundigen Mitgliedern und Passanten entschließen wir uns, nach Lüttmoor Siel zu fahren und von dort Richtung Nordstrand zu wandern. Am vertrauten Parkplatz, von dem wir sonst durchs Watt zur Hallig Nordstrandischmoor starten, werden die Reißverschlüsse am Anorak hoch- und die Handschuhe angezogen. Vor oder hinter dem Deich, immer gegen den Sturm, geht es zum nächsten Fototermin am Lüttmoor Siel.
Nach einer Stunde fällt dann am Holmer Siel die Entscheidung: Wer hat noch Zeit und Lust, etwa eine Stunde bis Nordstrand weiterzugehen, gegen Wind und Wetter anzukämpfen?
Zehn Unentwegte ziehen weiter. Der Wind hält an, wie es der Wetterbericht versprochen hat. Keiner jammert, aber alle sind froh, als wir auf Nordstrand am Nordhafen das Café Halligblick erreichen. Hier belohnen wir uns für die überstandenen Mühen mit einer Stärkung: Mittagessen oder Kuchen – oder auch beides. Nach einer Stunde Rast machen wir uns auf den Rückweg. Während wir für die rund 7 km Hinweg zwei Stunden gebrauchten, schiebt der Wind uns auf dem Rückweg so kräftig, dass wir nach 1 ½ Stunden am Ziel sind. Zwischendurch zündet der Mond sogar seine Laterne an und leuchtet uns. Die Tour war anstrengend; wir haben sie aber trotzdem genossen.
Wir hoffen, dass diese Tour ein gutes Omen für 2007 war. Selbst wenn uns der Wind kräftig ins Gesicht blies, hat uns das nicht erschüttert, wir sind fröhlich unseren Weg gegangen. Möge uns das auch weiterhin gelingen.
Peter Erichsen
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