Holger Heitmann

12-Stunden-Wanderung auf dem Fördesteig „von der anderen Seite“ am 26.08.2017

Den ersten Teil des Fördesteiges waren wir ja schon 2015 von der Hafen­spitze bis nach Norgaardholz gewandert. Nun wollten wir den Rest des Weges auch noch erkunden, und so trafen wir uns auf dem Parkplatz der B199 bei Rabel. Dort ließen wir die Autos stehen und genossen die Sonne des noch jungen Tages und die frische Luft.

Zwanzig gut ausgeruhte DAV-Mitglieder und unsere Gäste traten den Weg frohen Mutes und forschen Schrittes an. Die Sonne begleitete uns den ganzen Tag, und wir genossen die vielen schönen Ausblicke auf grüne Wiesen, Knicks und glitzerndes Wasser. Zunächst folgten wir dem „Schleisteig, der uns kurze Blicke auf die Schlei und auf vereinzelte Segelboote schenkte. Vorbei am Gut Buckhagen und um das Wormshöfter Noor herum erreichten wir Maasholm. Hier folgten wir der Beschilderung „Um de Maas rund“. Am Ende erreichten wir einen sauberen Rastplatz mit Blick auf Schleimünde, wo wir unsere erste Rast in hungriger geselliger Runde verbrachten. Nach der Vogelschutzstation erreichten wir das Gut Oehe, und ab dort ging es weiter auf dem Deich, vorbei an den Campingplätzen Hasselberg, Kronsgaard und Pottloch. Zur Mittagszeit erreichten wir den Campingplatz Seehof, dessen Wirt für uns eine Suppe bereithielt.

Wir hatten nun schon 22 km geschafft und niemand hatte nach dem Besen­wagen verlangt, der im Notfall erschöpfte oder verletzte Wanderer hätte auf­neh­men können. Rosi Gerlich fuhr in diesem Jahr den Wagen. Sie kam uns bei der Wanderung immer wieder zu Fuß entgegen, begleitete uns ein Stück und fuhr dann zum nächsten Treffpunkt, so wie Barbara es in den letzten Jahren auch gemacht hatte.

Nach der Stärkung mit Suppe, Brötchen und einem kühlen Getränk ging es weiter. Die ersten Schritte fielen dann doch ein bisschen schwer und die Muskeln mussten gedehnt und gelockert werden. Aber nachdem wir wieder richtig in Schwung waren, wurde die nächste Teilstrecke um die Geltinger Birk in gutem Schritttempo angegangen. Wir passierten den Leuchtturm Falshöft, der das Ende bzw. den Beginn des Fördesteiges markiert, und kamen zur Mühle Charlotte. Dort erwarteten uns Kaffee, Kuchen und kühle Getränke, was uns genügend Stärkung für die verbleibenden Kilometer gab. Bis zum Schluss benötigte niemand den Besenwagen, und selbst vereinzelte Blasen, die sich nun doch an den Füßen gebildet hatten, konnten niemanden am Durchhalten hindern.

So erreichten wir erschöpft aber stolz nach 44 km Norgaardholz. In der Gast­stätte zum Schwarzen Raben genossen wir ein gutes, wohl verdientes ge­mein­sames Abendessen.