12-Stunden-Wanderung

Holger Heitmann:

12-Stunden-Wanderung rund um Flensburg am 29.09.2018

 Um 6 Uhr morgens trafen wir Wanderinnen und Wanderer uns, wie in den vergangenen Jahren, an der Hafenspitze in Flensburg mit dem Ziel, nach 12 Stunden und ca. 40 Kilometern  dort erst wieder anzukommen.

13 Frühaufsteher starteten an der Ostseite der Förde und gingen dann von zwei Stirnlampen begleitet den Wanderweg am Lautrupsbach entlang. Kurz vor der Adelbyer Kirche wies  uns dann der Mond den Weg. Weiter ging es über das Gelände der Universität, dann am Bahndamm entlang in Richtung Weiche. Dort stieß eins unserer ältesten Mitglieder Horst Hinrichsen (82) zur Gruppe. Die nächsten 20 km erfreute er uns als fachkundiger Kenner Flensburgs und Umgebung mit Anekdoten und Informationen.

Im Stiftungsland trafen wir kurz einen ungewöhnlichen Begleiter, nämlich Sven, den stattlichen Hirsch, der zusammen mit den Galloway-Rindern im Freiland äste.

Beim Tennisclub in Padborg erwartete uns dann Barbara, die uns die wärmende und gut schmeckende Suppe von Schlachter Rösner brachte. Barbara war auch dieses Mal wieder unser „Besenwagen“, der aber für Fußkranke diesmal nicht zum Einsatz kam.

In Padborg angekommen, hatten wir schon 22 km geschafft. Pünktlich und wie geplant ließen wir uns um 13:30 Uhr auf den Bänken vor dem Vereinsheim nieder. Durch Suppe und Getränke gestärkt, konnten wir nach 40 Minuten Pause wieder starten.

Über den „Gendarmstien“ erreichten wir den Kollunder Wald. Unser Ziel Flensburg schon im Blick, freuten sich die nun doch schon ziemlich erschöpften Wanderer über eine Kaffeepause am Strand von Wassersleben. Die Füße wurden immer müder, der Gang schleppender, aber die aufkommende Freude, die große Herausforderung fast geschafft zu haben, ließ die körperlichen Beschwerden vergessen.

Nach ca. 42 Kilometern, 11 Stunden und 40 Minuten war das Ziel erreicht. Wir waren durch schöne naturnahe Landschaften rund um Flensburg gegangen, hatten die Grenze überquert, sind mit Wasserblick gewandert und haben Tiere und Pflanzen angeschaut. Auch abschnittweise eignet sich diese Wanderstrecke für einen Ausflug, waren wir uns einig, als wir gemeinsam in den Strandkörben an der Hafenspitze unseren Durst löschten.

Die nördlichste Sektion Deutschlands: Kaum Berge, dafür mehr Meer.